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Wireless USB - Drahtlose Zukunft durch neue Technologie

Quelle: © Dark Vectorangel - Fotolia.com

Neue Funktechnologien erobern die Welt und machen Übertragungen ohne Kabel möglich, an die bis vor kurzem noch niemand gedacht hat. Die Basis für die neue drahtlose Netzwerktechnologie, das sogenannte Wireless USB (WUSB), auch Certified Wireless USB (CWSUB), legte Anfang 2008 die Bundesnetzagentur. Sie gab in Deutschland die Ultra-Wideband-Frequenzen (UWB) frei, auf denen der Wireless USB-Standard basiert. Im Frequenzbereich zwischen 6.0 und 8,5 Gigahertz dürfen drahtlose USB-Geräte künftig funken. Was Sie über WUSB, die nächste Generation drahtloser Übertragungstechnologie, wissen sollten und wo der neue Standard perfekt zum Einsatz kommt, lesen Sie hier bei eVendi.de.

Was ist Wireless USB?
Wireless USB gilt als funkbasierte Ausweitung des USB-Standards (Universal-Serial-Bus), die kabelgebundene USB-Verbindungen ersetzen soll. Mit diesem neuen Standard sollen Daten genauso sicher und schnell übertragen werden, wie vormals mit USB – jetzt nur eben ganz flexibel ohne Kabel. Die Technische Grundlage für die Übertragung ist die eben erwähnte UWB-Technologie.

Wozu dient Wireless USB?
Noch nutzen wir in der Regel USB-Kabel, wenn wir die Digitalkamera, den Drucker oder Scanner mit dem PC verbinden wollen. Häufig haben wir es dadurch mit mehr als einer handvoll USB-Schnüren zu tun, die sich kreuz und quer über den Schreibtisch ziehen. Durch die Neuentwicklung im Bereich der Datenübertragung werden diese Kabel aber wohl in Zukunft bei Peripheriegeräten (Drucker, Scanner, Fax) überflüssig. Das Bild eines Arbeitsplatzes ohne lästiges Kabelgewirr rückt durch WUSB in greifbare Nähe. Drucker und Scanner werden vom Schreibtisch verbannt; die Platzierung ist nun nicht mehr abhängig von der Länge eines Kabels. Vier USB-Geräte und mehr können derzeit mittels drahtlosem USB-Hub (z.B. von Belkin) an den Rechner angeschlossen werden. Per Funkverbindung greift der Nutzer dann auf diese zu.

Wie leistungsstark ist Wireless USB?
Hinsichtlich Leistung und Funktionalität werden an Wireless USB die gleichen Anforderungen gestellt wie an USB. Die neue Technik soll somit ebenso leistungsstark sein. Derzeit sind Übertragungsraten von bis zu 480 Mbit/s bei Entfernungen von bis zu drei Metern möglich, was in etwa der Bandbreite von USB 2.0 entspricht. Nimmt die Entfernung zu, sinkt automatisch die Geschwindigkeit, sodass bei zehn Metern derzeit maximale Übertragungsraten von 110 Mbit/s erreicht werden.
Wie auch beim WLAN gibt es allerdings viele Faktoren, die sich negativ auf die Übertragungsleistung auswirken können. Durch Wände, Gegenstände oder Personen im Raum kann die Geschwindigkeit vermindert oder die Verbindungen sogar ganz getrennt werden. Bei der Übertragung von Daten der Digitalkamera oder bei der Nutzung externer Festplatten sind hohe Raten allerdings vonnöten. Unterschiede in der Geschwindigkeit fallen hier doch deutlich auf.

Auf welchem Entwicklungsstand befindet sich Wireless USB derzeit?
Wer die WUSB derzeit nutzen will, der muss seine USB-Hosts und USB-Geräte mit Aufrüst-Kits bestücken. In Deutschland ist die neue Technik von der Öffentlichkeit bislang noch relativ unentdeckt geblieben und drahtlose USB-Hubs und -Dongles wie von den Herstellern D-Link oder Belkin haben wenig Aufmerksamkeit erhalten. Anders dagegen in den USA, wo sich die Wireless USB auf dem Vormarsch befindet und es bereits jede Menge Geräte von unterschiedlichen Herstellern (neben D-Link und Belkin auch Lenovo, Dell und Iogear) zu kaufen gibt. Das Starter-Kit für Wireless USB von D-Link beispielsweise besteht aus einem USB-Adapter (ähnlich einem USB-Stick), der in den USB-Port des PCs gesteckt wird. An den USB-Hub mit vier oder mehr Ports werden dann die Geräte wie Drucker, Scanner oder Kamera angeschlossen. USB-Adapter und Hub sind per Funk miteinander verbunden. Eine direkte Platzierung der Geräte auf dem Schreibtisch ist somit nicht mehr zwingend notwendig.

Auch von Belkin gibt es ein drahtlos USB-Hub zu kaufen, mit dem bis zu vier Peripheriegeräte genutzt werden können. Dass die Geräte nicht direkt mit dem PC oder Notebook angeschlossen sind, soll der Nutzer bei Funkverbindungsraten von bis zu 480 Mbit/s nicht merken. Auch hier besteht das Paket aus zwei Komponenten: dem USB-Hub zum Anschließen der USB-Geräte und dem USB-Adapter, der mit dem PC oder Notebook verbunden wird. Den USB-Hub von Belkin gibt es ab 140 Euro hier.



Aufwind hat die Wireless USB Technologie in Deutschland durch die Cebit 2009 erhalten, denn hier stellte Iogear sein erstes Wireless USB to VGA Kit vor, mit dem auch die Übertragung von Bild und Ton drahtlos gelingt. Visuelle Inhalte von Notebook oder PC können mit diesem Kit schnell und komfortabel an externe Displays wie LCDs, HDTVs, Beamer oder Projektoren gesendet werden. Das Set beinhaltet zwei Adapter, von denen einer sich per USB mit dem Rechner, der andere mittels VGA mit dem Bildschirm verbindet.

In Zukunft wird es wahrscheinlich immer mehr Geräte geben, in denen WUSB direkt integriert ist. Von Asus zum Beispiel war auf der Cebit ein Monitor zu sehen, der von vornherein mit der neuen Technik arbeitet. Samsung hat einen mobilen Chip für Wireless USB angekündigt, der sämtliche Funktionen des kabellosen Standards vereint und sich auch für Handys, Camcorder und Digitalkameras eignet. Dann wird die Datenübertragung bzw. der Transport von Bildern und Videos auf den Rechner auch von unterwegs möglich. Als Datenübertragungsrate gibt Samsung 11 Mbit/s an.

Was sollten Sie noch über Wireless USB wissen?
Ein Nachteil ist mit der durchaus praktischen und komfortablen Neuerung durch WUSB verbunden: Da die Geräte nicht mehr per Kabel mit dem Rechner verbunden sind, fehlt ihnen die Stromversorgung über den PC. Zugegeben: Externe Festplatten, Scanner und Drucker mussten vorher auch mit Strom aus der Steckdose beliefert werden. Anders allerdings MP3-Player, Camcorder und Digitalkameras, die bei der Datenübertragung automatisch vom PC geladen wurden.

Fazit
Die kabellose Datenübertragung per WUSB wird seit der Cebit 2009 als zukünftiger Standard für drahtlose Übertragungsverfahren gehandelt. Es wird jedoch (noch) nicht von einer Ablösung, sondern von einer Ergänzung der bisherigen Standards WLAN und Bluetooth durch den WUSB-Standard gesprochen. Die Chancen der Durchsetzung von WUSB stehen jedoch gut, denn der Standard erzielt hohe Bandbreiten und ist dabei niedrig im Stromverbrauch. Damit sich die Technologie wirklich durchsetzt, muss wohl noch ein wenig an den Übertragungsgeschwindigkeiten gefeilt werden, denn diese entsprechen derzeit noch denen von bereits veralteten USB 2.0 Geräten (bei drei Metern). Wirklich kabellos wird die Zukunft dann wohl auch erst, wenn die Hersteller ihre Geräte mit integrierten WUSB-Chips ausstatten. Denn erst dann ist nur noch ein Empfänger am PC nötig und die Kabel entfallen komplett.

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Sven Kloevekorn | 08.05.2009 14:45
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