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Vorschau: Lohnt der Umstieg auf die neue Canon EOS 60D mit Videofunktion und schwenkbarem Display?

Quelle: Canon

Pünktlich zur Photokina 2010 hat Canon mit der EOS 60D die Nachfolgerin der circa zwei Jahre alten Canon EOS 50D vorgestellt. Die neue Kamera, der Canon zahlreiche mehr oder weniger weit reichende Änderungen und Verbesserungen spendiert hat, ist schon bei vielen Händlern gelistet und soll noch im September 2010 erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung von 1.149 € für das Gehäuse wird im eVendi Preisvergleich schon jetzt mit Preisen im Bereich 1.050 € (Stand vom 08.09.2010) unterboten.

Die Canon EOS 60D ist im aktuellen Canon-Portfolio zwischen der semiprofessionellen EOS 7D und der auf Hobbyfotografen zugeschnittenen 550D angesiedelt. Wie diese beiden bringt die 60D einen CMOS-Sensor im APS-C-Format mit, der den Bildausschnitt bei gleicher Brennweite gegenüber einem Vollformatsensor um den Faktor 1,6 vergrößert. So hat beispielsweise ein 50-mm-Objektiv zusammen mit dem kleineren Sensor eine effektive Brennweite von 80 mm. Die Auflösung ist gegenüber der 50D um moderate drei Millionen Pixel auf 18 Millionen Bildpunkte angehoben worden. Für die Bildberechnung ist wie bei der 50D ein Exemplar des DIGIC 4-Prozessors zuständig, was nicht ganz unproblematisch ist, denn aufgrund der gesteigerten Auflösung bei gleicher Rechenkapazität musste die Serienbildgeschwindigkeit von 6,3 Bildern pro Sekunde bei der 50D auf 5,3 Bilder bei der 60D abgesenkt werden. Hier wollte Canon das neue Modell wohl auch von der preislich höheren EOS 7D abgrenzen, die über zwei DIGIC 4-Prozessoren verfügt und so auf eine Geschwindigkeit von acht Fotos pro Sekunde kommt. Der Pufferspeicher kann im Serienbildmodus bis zu 58 hoch aufgelöste Bilder im jpg-Format verzögerungsfrei aufnehmen, bevor auf die Speicherkarte geschrieben werden muss.

Äußerlichkeiten

Der Verschluss hat gegenüber der EOS 50D etwas nachgelassen und verkraftet nun „nur“ noch 100.000 Auslösungen gegenüber 150.000 bei der 50D. Das Gehäuse ist nicht mehr wie bei den Vorgängermodellen aus einer Magnesiumlegierung gefertigt. Statt dessen kommt nun erstmals eine Alulegierung und Polykarbonat mit Glasfaser zum Einsatz. Ersten Berichten zufolge soll der 60D-Body trotzdem eine sehr gute Haptik haben und einen wertigen Eindruck machen. Gleichzeitig ist das Gehäuse etwas geschrumpft und auch 67 Gramm leichter geworden. Von der Größe her liegt die 60D jetzt in der Mitte zwischen der größeren 7D und der zierlicheren 550D. Von den bisher üblichen Compact-Flash-Speicherkarten hat Canon sich in dieser Reihe verabschiedet und bietet nun einen SDXC-kompatiblen Slot für SD-Karten an.

Fotos: Kreativ auch bei wenig Licht und ohne Bildbearbeitungsprogramm

Zum Fotografieren stehen wieder die üblichen Programme P, Tv, Av, M und Bulb zur Verfügung. Hinzu kommen die Motivprogramme Porträt, Landschaft, Nahaufnahme, Sport, Nachtschnappschuss und Auto. Das Motiv kann durch den Sucher oder im Live-View-Modus über das Display anvisiert werden. Neben dem gewohnten 3:2-Format stehen hier noch die Formate 16:9, 4:3 und 1:1 (quadratisch) zur Verfügung, bei denen der Bildbereich entsprechend beschnitten wird, was mit einer Reduzierung der Auflösung einhergeht. Manuell kann die Kamera auf enorm hohe Lichtempfindlichkeiten von bis zu ISO 12.800 eingestellt werden, was Low-Light-Aufnahmen ohne Blitz in der Nacht sowie auf Partys und Konzerten problemlos möglich macht. Dem bei hohen Empfindlichkeiten unvermeidlichen Bildrauschen rückt die 60D durch Rauschunterdrückungsmechanismen zu Leibe, wobei eingestellt werden kann, wie stark diese in das Bild eingreifen sollen. Die Fokussierung erfolgt über neun rautenförmig angeordnete Kreuzsensoren, von denen der mittlere besonders empfindlich ausgeführt ist. Das Belichtungs-Messsystem Intelligent Focus Colour Luminance (iFCL), mit dem bisher schon die EOS 550D und die EOS 7D gearbeitet haben, sorgt nun auch in der 60D für eine präzise Messung von Schärfe, Farbe und Helligkeit über 63 Bereiche.

Das Autofokus-System ist gegenüber der 50D deutlich verbessert worden und soll nun schneller, präziser und bei noch weniger Licht arbeiten, ohne ganz die Qualität des Systems der 7D zu erreichen.

Wer seine Fotos gerne kreativ verändern möchte, ohne dabei auf eine externe Bildbearbeitungssoftware angewiesen zu sein, kommt dank der neuen Ambient- und Kreativ-Filter der 60D auf seine Kosten. In den Motivprogrammen kann die Bildatmosphäre mit Bildeffekten wie Lebendig, Weich, Warm, Kräftig, Kalt, Heller, Dunkler und Monochrom an Motiv und Licht angepasst werden. Zusätzlich können die Filter Körnigkeit S/W, Weichzeichner, Spielzeugkamera-Effekt und Miniatur-Effekt auf die Fotos angewendet werden.

Erstklassige Videos in Full HD!

Die vielleicht wichtigste Neuerung gegenüber der EOS 50D und gleichzeitig ein absolutes Highlight der neuen Canon-DSLR ist die Videofunktion, mit der HD-Videos mit Auflösungen von 1.920 x 1.080 Punkten (1080p) mit wählbaren Bildfrequenzen von 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde oder Filme in 720p mit bis zu 60 Bildern/Sekunde aufgenommen werden können. Neben der riesigen Auswahl an Canon- und Fremdanbieter-Objektiven für das EF-Bajonett kommt der kreativen Nutzung der Moviefunktion auch entgegen, dass sämtliche Parameter wie Belichtung und Blende manuell eingestellt werden können. Ton wird entweder über das eingebaute Mono-Mikrofon oder ein extern anschließbares Stereomikrofon, das nicht im Lieferumfang enthalten ist, aufgenommen. Den Weg auf den heimischen Fernseher finden die Filme über den eingebauten HDMI-Ausgang.

Unterstützt wird diese Funktion durch das neue schwenk- und drehbare Display mit einer Größe von drei Zoll und der hohen Auflösung von 1.040.000 Bildpunkten, das nach ersten Praxistests zumindest ohne direkte Sonneneinstrahlung hervorragend abzulesen sein und eine sehr gute Bildqualität zur Beurteilung der letzten Schnappschüsse bieten soll. Gezielte Aufnahmen über Kopf, aus der Hüfte oder aus anderen ungewöhnlichen Positionen heraus sind jetzt endlich ohne Verrenkungen möglich.

Bedienung: Nur neu oder auch besser?

Das gewohnte Bedienkonzept hat Canon zwar nicht komplett über den Haufen geworfen, gleichwohl werden Besitzer bisheriger Canon-Modelle sich stärker umstellen müssen, als dies bei bisherigen Neuerscheinungen erforderlich war. Die Tasten unter beziehungsweise neben dem Display sind dem neuen Bedienkonzept zum Opfer gefallen, denn die 60D soll nach Canons Vorstellungen komplett mit der haltenden rechten Hand konfigurierbar sein, damit die andere Hand für die Stabilisierung der Kamera, die Bedienung des Zooms und die Betätigung der Abblendtaste frei bleiben kann. Kritisch wird die Idee von Canon betrachtet, das wie üblich auf der linken Kameraschulter angebrachte Moduswahlrad mit einer Sicherung zu versehen. So kann das Rad nur verstellt werden, wenn gleichzeitig der Knopf in der Mitte des Rades gedrückt gehalten wird. Dazu kann man sagen, dass ein unabsichtliches Verstellen des bei den Vorgängermodellen auch nicht gerade leichtgängigen Moduswahlrades bisher in der Fachpresse nicht thematisiert wurde. Das Handling der 60D ist durch die Sicherung wohl vor allem umständlicher geworden. Möchte man häufig zwischen Foto- und Videomodus wechseln, was leider nicht über eine separate Taste, sondern ebenfalls über das Moduswahlrad geschieht, kann die Sicherung sich sogar als handfestes Ärgernis erweisen. Der kleine Joystick in Daumenreichweite, mit dem man unter anderem die Autofokuspunkte anwählen konnte, wurde durch ein in das hintere Drehrad integriertes Acht-Wege-Pad ersetzt. Ob sich diese Änderung als Fortschritt erweist, bleibt abzuwarten.

  Live View mit Status und Wasserwaage  Sucher

Neu ist die sogenannte Qick-Control-Taste, mit der man die am häufigsten genutzten Einstellungen und Funktionen direkt ansteuern kann. Individualisieren lässt sich die 60D durch einige Tasten, die frei mit Funktionen nach Wahl belegt werden können. Eine überaus nützliche Funktion ist die neben anderen Informationen im Sucher oder auf dem Display einblendbare elektronische Wasserwaage. Schiefe Fotos, einer der häufigsten Nachbearbeitungsgründe in der Digitalen Fotografie, sollten damit der Vergangenheit angehören.

Einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen und Änderungen gibt die folgende Tabelle, in der die wichtigsten Features der Canon-Modelle EOS 550D, 50D, 60D und 7D gegenübergestellt werden:

Hersteller Canon Canon Canon Canon
Modell EOS 550D EOS 50D EOS 60D EOS 7D
Preis (Body) 640 Euro (Marktpreis) 690 Euro (Marktpreis) 1149 Euro (UVP) 1175 Euro (Marktpreis)
Sensor CMOS (22,3 x 14,9 mm) CMOS (22,3 x 14,9 mm) CMOS (22,3 x 14,9 mm) CMOS (22,3 x 14,9 mm)
Auflösung 18 Megapixel 15,1 Megapixel 18 Megapixel 18 Megapixel
Empfindlichkeiten ISO 100 - 12.800 ISO 100 - 12.800 ISO 100 - 12.800 ISO 100 - 12.800
Verschlusszeiten 1/4000 - 30 s 1/8000 - 30 s 1/8000 - 30 s 1/8000 - 30 s
Autofokus 9 Punkte 9 Punkte 9 Punkte 19 Punkte
Belichtungsmessung 63 Zonen, iFCL 35 Zonen 63 Zonen, iFCL 63 Zonen, iFCL
Serienbildmodus 3,7 fps 6,3 fps 5,3 fps 8 fps
Videofunktion 1080/30p/25p/24p; 720/60p/50p nein 1080/30p/25p/24p; 720/60p/50p 1080/30p/25p/24p; 720/60p/50p
Displaygröße 3,0 Zoll 3,0 Zoll 3,0 Zoll (schwenkbar) 3,0 Zoll
Displayauflösung 1.040.000 Bildpunkte (720 x 480 Pixel) 920.000 Bildpunkte (640 x 480 Pixel) 1.040.000 Bildpunkte (720 x 480 Pixel) 920.000 Bildpunkte (640 x 480 Pixel)
Sucherbildfeld 95 Prozent 95 Prozent 96 Prozent 100 Prozent
Verschlusshaltbarkeit k. A. 150.000 Auslösungen 100.000 Auslösungen 150.000 Auslösungen
Kabellose Blitzsteuerung nein nein ja ja
Akkulaufzeit 550 Fotos 640 Fotos k. A. 800 Fotos
Abmessungen 12,9 x 9,7 x 6,2 cm 14,5 x 10,8 x 7,4 cm 14,5 x 10,6 x 7,9 cm 14,8 x 11,1 x 7,4 cm
Gewicht 530 g 730 g 755 g 820 g

Quelle: cnet.de

Foto- und Videoqualität:

Über die Bild- und Videoqualität der Canon EOS 60D gibt es noch keine verlässlichen Angaben, da bisher nur Vorserienmodelle für einige Kurztests zur Verfügung gestanden haben. Die ersten Eindrücke waren hier jedoch sehr positiv. Da in der EOS 60D der gleiche Sensor sowie der gleiche Prozessor wie in der EOS 7D ihr Werk verrichten, kann man wohl auch von einer sehr ähnlichen Bild- und Videoqualität wie bei der semiprofessionellen und teureren 7D rechnen, was im Hinblick auf deren ausgezeichnete Testergebnisse eine sehr gute Nachricht ist.

eVendi-Tipp
Die neue Canon EOS 60D verspricht aufgrund des identischen Sensors und DIGIC 4-Prozessors ähnlich brillante Fotos und Videos wie die preislich höhere, semiprofessionelle 7D. Ein Alleinstellungsmerkmal unter den bisherigen digitalen Spiegelreflexkameras von Canon ist das dreh- und schwenkbare Display, das die neue HD-Video-Funktion perfekt unterstützt. Weitere Pluspunkte sind der verbesserte Autofokus sowie die anpassbaren Szenenprogramme. Negativ schlägt die gegenüber der Vorgängerin etwas niedrigere Serienbildrate und die fummelige Bedienung des Moduswahlrades zu Buche. Wie sich das veränderte, einhändige Bedienkonzept in der Praxis schlägt, bleibt abzuwarten.

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Sven Kloevekorn | 08.09.2010 13:10
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