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Ultrabooks - Notebooks und Tablets vereint

Quelle: Toshiba

Die leichten, dünnen und schnellen Ultrabooks ziehen seit ihrer Ankündigung durch Intel im Juni 2011 immer mehr Aufmerksamkeit auf sich. Inzwischen sind Modelle von verschiedenen namhaften Hardwareherstellern wie Acer, Asus, Lenovo und Toshiba auf dem Markt aufgetaucht, und die Auslieferung der ersten Ultrabooks soll Anfang November dieses Jahres beginnen. Für Ende 2012 hat Intel als vielleicht etwas zu hoch gestecktes Ziel einen Anteil der Ultrabooks am gesamten Notebookmarkt von 40 % anvisiert.

Was unterscheidet Ultrabooks von Notebooks?

Damit Ultrabooks sich klar von herkömmlichen Notebooks abgrenzen lassen, hat Intel den Herstellern für Ultrabooks Vorgaben hinsichtlich der Hardware gemacht, die eingehalten werden müssen, wenn die Geräte unter der von Intel geschützten Bezeichnung Ultrabook beworben werden sollen. Ziel der Vorgaben ist es, dem Benutzer mit Ultrabooks ein ganz neues Bedienerlebnis zu günstigen Preisen von maximal 1.000 $ netto bieten. Dabei sollen langfristig die Vorteile von Notebooks und Tablet-PCs in den Ultrabooks vereint werden. Um dabei möglichst nahe an den Wünschen der potentiellen Kunden zu sein, hat Intel im Vorfeld umfangreiche Marktforschung betrieben und sein Ultrabook-Konzept konsequent an den Ergebnissen der zahlreichen, weltweit geführten Interviews ausgerichtet. Besonderes Augenmerk wurde danach auf vier sogenannte Key-Features gelegt:

Lenovo U300s Lenovo U300s Lenovo U300s
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Flüssiges Arbeiten: Ultrabooks sollen dem Anwender das Gefühl geben, ihn bei den Aufgaben, die er mit dem Ultrabook erledigen möchte, zu unterstützen, statt ihn zu unterbrechen oder aufzuhalten. Dazu gehört neben einer ausreichenden messbaren Grundgeschwindigkeit vor allem der Aspekt einer guten „gefühlten Geschwindigkeit“, die erreicht ist, wenn der User den Eindruck einer runden, verzögerungsfreien und harmonischen Bedienung seines Ultrabooks gewinnt. Idealerweise soll die Technik völlig in den Hintergrund treten und es dem User quasi ermöglichen, so konzentriert zu arbeiten, dass er dabei sein Zeitgefühl verliert.

Neben sehr schnellen Anwendungsstarts gehört dazu auch, dass ein Ultrabooks sofort einsatzbereit sein soll, wenn der Anwender es benötigt. Um die übliche Wartezeiten beim Booten oder dem Aufwachen aus Ruhezuständen zu vermeiden, kommen Techniken wie Smart Connect und ab der zweiten Generation (dazu später mehr) Connected Standby zum Einsatz. Nicht von Intel vorgeschrieben aber dennoch sinnvoll ist der Einsatz von Solid State Drives (SSDs) mit Ihren extrem schnellen Zugriffszeiten, hohen Datentransferraten und niedrigem Energieverbrauch. Die Vorstellung von Intel ist, dass Ultrabooks gar nicht mehr ausgeschaltet werden müssen, im Standbymodus mehrere Wochen durchhalten und innerhalb weniger Sekunden mit bereits aktualisierten Statusmeldungen (Social Media, E-Mails usw.) voll einsatzbereit sind, ohne dass etwa erst noch das WLAN neu gestartet werden muss. Doch selbst wenn das Ultrabook neu gebootet werden muss, soll es nach spätestens 7 Sekunden voll einsatzbereit sein.

Mobilität: Ultrabooks sind noch konsequenter auf Mobilitätsaspekte wie Leichtigkeit, flache Bauweise und gute Akkulaufzeiten ausgerichtet als herkömmliche Notebooks. Zwar gibt es bisher auch schon leichte und flache Notebooks und auch solche, die auf eine besonders lange Akkulaufzeit ausgelegt sind. Der Clou bei Ultrabooks ist, dass sie alle diese drei Mobilitätseigenschaften in einem Gerät vereinen sollen. Ultrabooks dürfen bis zu einer Bildschirmdiagonalen von 14 Zoll maximal 18 mm dick sein, ab 14 Zoll sind 21 mm die Obergrenze für die dickste Stelle. Das Gewicht darf 1,4 kg nicht überschreiten, als Laufzeit wünscht Intel sich 8 Stunden bei einem Minimum von 5 Stunden.     Sicherheit: Intels Umfragen haben ergeben, dass gerade bei mobilen Gadgets immer mehr Wert auf Eigenschaften wie Viren-, Diebstahl- und Identitätsschutz gelegt wird.

Design: Moderne Gadgets wie Ultrabooks und auch Smartphones und Tablets etc. werden zunehmend als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und auch als Statussymbol gesehen. Ultrabooks sollen durch ein gefälliges, edles Äußeres Identifikationsanreize bieten. Bei den 2011 erscheinenden Ultrabooks der ersten Generation haben die Hersteller denn auch konsequent auf hochwertige Gehäuse aus Aluminium und Magnesiumlegierungen gesetzt.

Acer Aspire S3 Acer Aspire S3 Acer Aspire S3
Acer Aspire S3 Acer Aspire S3 Acer Aspire S3

 

Die drei Generationen: Ein kurzer Überblick

Die erste Generation Ultrabooks wurde im vierten Quartal dieses Jahres vorgestellt und soll ab Anfang November erhältlich sein. Als Hardwarebasis dient Intels Sandy Bridge Prozessorarchitektur im 32-Nanometer-Herstellungsprozess mit den besonders stromsparenden aber trotzdem schnellen Ultra-Low-Voltage-CPUs Intel Core i3, i5 und i7 mit einer Thermal Design Power von nur 17 Watt wie beispielsweise dem Modell Core i5-2467M. Für Grafikberechnungen kommt stets die in den Prozessor integrierte Grafikeinheit Intel HD 3000 mit Shared Memory und DirectX 10.1 zum Einsatz. Als Betriebssystem kommt Windows 7 oder – wohl eher selten – MacOS zum Einsatz. Für lange Standbyzeiten ist bei den Sandy Bridge Ultrabooks Intels Smart Connect Technologie zuständig, die den Computer in regelmäßigen Abständen aus dem Schlafmodus aufweckt, um Statusmeldungen zu aktualisieren und gemeldete Updates durchzuführen. 

Ab der zweiten Generation auf Basis der neuen Ivy Bridge Prozessoren mit 22 nm Strukturbreite und den neuartigen 3D-Trigate-Transistoren, die im ersten Quartal 2012 vorgestellt werden soll, sind dann auch Touchscreens möglich, die allerdings nur mit dem ebenfalls im nächsten Jahr erscheinenden Windows 8 Sinn machen, da Windows 7 nicht für Touchscreens optimiert ist. Es spricht also viel dafür, dass die zweite Generation zusammen mit Microsofts neuem Betriebssystem und seiner für Touchscreens optimierten Metro-Oberfläche starten wird. Die Geräte werden als sogenannte Convertibles mit drehbarem Bildschirm erscheinen und sich so entweder mit Tastatur oder wie ein Tablet bedienen lassen. Geräte mit Touchscreen dürfen 2 mm dicker sein als Modelle ohne Touchscreen.

Hier sollen dann auch verstärkt moderne Schnittstellen wie USB 3.0, das auch schon bei vielen Ultrabooks der ersten Generation anzutreffen ist, sowie Thunderbolt zum Einsatz kommen. Die neuen Grafikeinheiten sollen bis zu 30 % schneller sein als bei Sandy Bridge und können mit DirctX11 umgehen. Mit Ivy Bridge soll dann auch die smarte Stromspartechnik Connected Standby kommen, die noch längere Standbyzeiten ermöglicht und - im Gegensatz zu Smart Connect - das Ultrabook für die Aktualisierung von neuen E-Mails und von Statusmeldungen etwa von Facebook oder Twitter nicht mehr aufwecken muss. Spätestens ab Mitte 2012 erwartet Intel dann auch wesentlich günstigere Preise durch höhere Stückzahlen und sich allgemein weiter verbilligende Bauteile wie Displays.

2013 schließlich wird wieder eine neue, noch sparsamere und smartere Prozessorgeneration mit dem Arbeitsnamen Haswell die Ultrabook-Bühne betreten. Haswell soll bis zu 20mal weniger Energie verbrauchen als aktuelle Notebookprozessoren und so ungeahnt lange Lauf- und Standbyzeiten ermöglichen. Auch hier sollen natürlich wieder die neuen 3D-Transistoren eingesetzt werden. Viele Einzelheiten zu Haswell hat Intel bisher nicht veröffentlicht.

Toshiba Portégé Z830 Toshiba Portégé Z830 Toshiba Portégé Z830
Asus UX21/UX31 Asus UX21/UX31

Kostenprobleme und Unterstützung durch Intel

Vorgaben hat Intel den Herstellern nicht nur zur Hardware gemacht: Um die Absatzchancen zu steigern und die schnelle Verbreitung von Ultrabooks zu unterstützen, sollen diese zunächst möglichst nicht mehr als ca. 870 Euro inkl. Mehrwertsteuer kosten. Schaut man sich allerdings die bisher veröffentlichten Preise an, wird man feststellen, dass die Hersteller diese unverbindliche Empfehlung von Intel bei den meisten Modellen nicht einhalten können. Vielmehr erstreckt sich  die Preisspanne für Ultrabooks sich derzeit eher von 799 bis 1.399 Euro. In diesem Zusammenhang haben die Hersteller mehrfach signalisiert, dass es kaum möglich sei, hochwertige Ultrabooks nach Intels Vorgaben zum empfohlenen Preis zu produzieren. Die Hersteller argumentieren, dass gerade die von Intel beizusteuernden Prozessorplattformen neben den Windows-Lizenzen erhebliche Kostenfaktoren seien, auf die die Hersteller aber selber keinerlei Einfluss hätten. Forderungen der Hersteller nach erheblichen Preisnachlässen hat Intel aber inzwischen mehrfach zurückgewiesen.

eVendi Tipp Interessante Ultrabooks News, technische Hintergrundinformationen sowie Modelle und Spezifikationen findet man unter Ultrabook-Info, der Übersicht zum Thema Ultrabooks

Um Herstellungskosten zu sparen, planen die Hersteller offenbar ab der zweiten Ultrabook-Generation, bei vielen Modellen auf teure Aluminium- oder Magnesiumgehäuse zu verzichten und stattdessen günstigere Gehäuse aus Glasfaserkunststoff zu verbauen. Diese lassen sich dann aber zumindest von der Oberfläche her beispielsweise mit einem Carbon-Look veredeln, um nicht wie die billigen Plastikbomber aus dem Notebook-Niedrigpreissegment daherzukommen. Eine weitere Maßnahme zur Kostensenkung besteht im Einsatz von Hybrid-Festplatten, bei denen ein kleiner Teil der Gesamtkapazität - typischerweise zurzeit 20 Gigabyte - als schneller Flashspeicher ausgeführt ist, um etwa ein schnelles Aufwachen aus dem S4-Ruhezustand  (Suspend to Disk) zu gewährleisten.

Zur Unterstützung der Hersteller plant Intel eine umfangreiche Marketingkampagne für Ultrabooks und hat einen 300 Millionen Dollar schweren Fonds aufgelegt, mit dem die Hersteller bei der Weiterentwicklung und Produktion der Ultrabook-Technologie unterstützt werden sollen.

Anschlüsse und Ergonomie

Ultrabooks sind leicht und sehr flach, was den Einsatz vieler Schnittstellen und einer normalen Tastatur unmöglich macht. Deshalb werden bei den meisten Geräten sogenannte Chiclet-Tastaturen verbaut. Sie verfügen in den meisten Fällen nicht über einen nativen LAN-Port; wenn überhaupt, kann ein Ultrabook meistens nur über einen USB-Adapter ans Kabelnetzwerk angeschlossen werden. Adapter benötigt man auch oft für HDMI und VGA, denn hier sind regelmäßig nur die mini-Varianten der Buchsen verbaut. Da an den Seiten der Flachmänner nicht genug Fläche zur Verfügung steht, haben Ultrabooks die meisten Anschlüsse an der Hinterseite. Schwer verständlich ist, dass die meisten bisher vorgestellten Ultrabooks spiegelnde Displays haben, was die mobile Nutzbarkeit eindeutig einschränkt. Eine löbliche Ausnahme bildet hier das Toshiba Portégé Z830.

Ausblick

Für das Jahr 2012 haben auch Dell, Samsung und HP Ultrabooks angekündigt, wollen aber teilweise erst mit der zweiten Generation und Erscheinen von Windows 8 auf den Ultrabook-Zug aufspringen. Entscheidend für den Erfolg der Ultrabooks dürfte neben den technischen Eigenschaften und Besonderheiten vor allem sein, dass die Geräte auch in Zukunft so hochwertig wirken wie die meisten aktuellen Modelle, vom Preis her aber heute gegenüber noch stark nachlassen und sich im absatzstarken mittleren Preissegment einpendeln.

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Sven Kloevekorn | 20.10.2011 14:45
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