Kennen Sie Rabattwelt?
Deals & Gutscheine
shopwelt.de Newsletter?
Weitere Vergleiche

› KFZ-Versicherungen...
› Strom-Tarife...
› Gas-Tarife...
› DSL-Tarife...
› Mobilfunk-Tarife...

Home-Entertainment in HD - besser mit LCD- oder Plasma-Fernseher?

Quelle: © Monkey Business - Fotolia.com

Die klassischen Röhren-Fernseher gelten heute schon fast als Dinosaurier in Deutschlands Wohnzimmern und werden immer weniger gekauft. Die Gründe sind gut nachvollziehbar: Flachbildschirme sehen eleganter aus und sparen viel Platz (sie lassen sich etwa wie ein Bild an die Wand hängen). Auch sind Flatscreens heute kaum noch teurer als klassische Röhrengeräte, während sie vor ein paar Jahren noch als kostspielige Design-Neuheit galten. Zudem ermöglichen sie erheblich größere Bilddiagonalen: Bei der Röhre sind 94 Zentimeter die äußerste Grenze. Zusammen mit der höheren Auflösung sind dies beste Voraussetzungen, um etwa HD-Videos auf Blu-ray-Disk oder HD-Konsolenspiele in ihrer ganzen Pracht zu genießen. Das jüngste Argument für die Anschaffung eines Flachbild-Fernsehers ist, dass nun endlich auch hochauflösendes Fernsehen flächendeckend eingeführt wird. Nachdem Sky (ehemals Premiere) und die RTL-Gruppe bereits HDTV ausstrahlen, wollen ab Frühjahr 2010 auch die Pro7-Sat1-Gruppe und die öffentlich-rechtlichen Sender große Teile ihres Programms in hoher Auflösung senden. Bleibt nur noch die Gretchenfrage: Kaufen Sie sich einen LCD-TV oder einen Plasma-Fernseher? eVendi.de hilft Ihnen bei der Entscheidung.

Wie funktionieren LCD- und Plasma-Fernseher überhaupt?
LCD ist die englische Abkürzung für „Liquid Crystal Display“. Dies lässt sich mit „Flüssigkristallbildschirm“ übersetzen. Und wie funktioniert der? Das Grundprinzip ist, dass Flüssigkristalle eine unterschiedliche Polarisierung des Lichts bewirken können. Das Anlegen von elektrischen Spannungen verändert die individuelle Polarisierungsausrichtung der vielen kleinen Kristall-Segmente im Bildschirm. Anders ausgedrückt: Sie lassen dann jeweils bestimmte Bestandteile des Lichtspektrums durch oder eben nicht. Auf diese Weise variieren sie punktuell die Helligkeit und Farbe der Display-Hintergrundbeleuchtung. Schwarz wird dargestellt, indem (fast) gar kein Licht durch die entsprechenden Segmente gelassen wird. Ein äußerst beliebter LCD-Fernseher ist beispielsweise der Philips 42PFL7404H/12 mit 107-Zentimeter-Bildschirm, den Sie im Preisvergleich ab gut 700 Euro bekommen.

Plasma-Fernseher heißen dagegen so, weil sie mit Gas funktionieren. „Plasma“ nennen Physiker ein Gas, das ganz oder teilweise aus freien Ladungsträgern wie Ionen oder Elektronen besteht. Falls es Sie genauer interessiert: In Plasma-Fernsehern kommen Neon, Xenon oder ein Mischung aus beiden zum Einsatz. Zwei durchsichtige Platten schließen das Gas ein und unterteilen es in winzig kleine Zellen. Jeweils drei dieser Zellen ergeben einen Pixel. Die geladenen Teilchen im Gas werden durch elektrische Spannungen dazu angeregt, Lichtteilchen in unterschiedlichen Spektren auszusenden. Schwarz wird dargestellt, indem die entsprechenden Gaszellen gar kein Licht erzeugen. Ein sehr beliebtes Plasma-Modell ist zum Beispiel der Panasonic TX-P42S10E mit 107-Zentimeter-Bildschirm, den Sie im Preisvergleich ab gut 600 Euro finden.

Vor- und Nachteile von LCD- und Plasma-Fernsehern
Nachdem sich die Fernsehzuschauer notgedrungen an flimmernde Röhren gewöhnt hatten, können sie sich inzwischen sowohl bei der LCD- als auch bei der Plasma-Technik an einem verzerrungsfreien und gestochen scharfen Bild erfreuen. Es gibt jedoch einige Unterschiede, die Sie bei Ihrer Entscheidung in Betracht ziehen sollten:

Helligkeit und Kontrast
Plasma-Fernseher überzeugen durch ihre Helligkeit und ihren hohen Kontrast, sodass selbst in sehr hellen Umgebungen für ein brillantes Bild gesorgt ist. Auch wenn die LCD-Konkurrenz hier mittlerweile aufgeholt hat, sind Plasma-Geräte in diesen Punkten insbesondere durch ihre satte Schwarz-Darstellung noch immer klar überlegen. Besonders bei LCD-Fernsehern sollten Sie also auf das angegebene Kontrastverhältnis achten. Die beiden Werte beziffern das Verhältnis zwischen dem hellsten – weißen – Bildpunkt und dem dunkelsten – schwarzen – Pixel. Je größer das Kontrastverhältnis, desto besser.

eVendi Tipp
Achtung: Weil es zwei verschiedene Messverfahren für das Kontrastverhältnis gibt, sind die Werte nicht immer vergleichbar. Das so genannte „dynamische“ Kontrastverhältnis gibt lediglich an, wie viel mal heller das hellstmögliche Weiss im Vergleich zum dunkelstmöglichen Schwarz ist – völlig egal, ob diese überhaupt gemeinsam dargestellt werden können. Deshalb sollten Sie sich stärker am so genannten „natürlichen“ oder „nativen“ Kontrastverhältnis orientieren. Mit diesem wird der Unterschied zwischen dem hellsten Weiß und dem dunkelsten Schwarz angegeben, die beide gleichzeitig auf dem Bildschirm zu sehen sein können. Beispiel: Wenn Sie Kontrast und Helligkeit an Ihrem Fernseher auf 100 Prozent einstellen, erhalten Sie zwar ein äußerst helles Weiß, aber auch ein Schwarz, dass eher wie hellgrau aussieht.

Reaktionszeit
Plasma-Fernseher übertreffen LCD-Geräte auch bei der Reaktionszeit des Displays. Gerade bei LCD-Fernsehern der niedrigen Preisklasse kann die langsamere Reaktionszeit schon mal in Form des so genannten „Nachzieheffekts“ negativ auffallen: Schnelle Bewegungen scheinen eine Art Schleier hinter sich herzuziehen. So kann beispielsweise ein scharf geschossener Fußball auf dem Bildschirm als länglich erscheinen.

Betrachtungswinkel
Die Überlegenheit der selbst leuchtenden Gaszellen in puncto Helligkeit und Kontrast sorgen auch für einen anderen Vorteil der Plasma-Fernseher: Der Betrachtungswinkel liegt im Prinzip bei 180 Grad und ist damit weniger eingeschränkt als bei LCD-Fernsehern. Das Bild behält also auch dann seine Qualität, wenn Sie sich seitlich des Geräts befinden – selbst bei starkem Lichteinfall. Die Brillanz eines LCD-Fernsehers nimmt dagegen spürbar ab, je stärker Sie sein Bild von der Seite betrachten. Freunde des „Public Viewing“ blicken daher in der Regel auf einen Plasma-Bildschirm.

Einbrenneffekt
Nicht alles spricht technisch für den Plasma-Fernseher. Die Technologie hat auch ihre Nachteile. Insbesondere ist hier die Gefahr zu nennen, dass sich dauerhaft dargestellte Bildinhalte „einbrennen“. Beispiel: Viele TV-Sendungen werden derzeit noch im Format 4:3 produziert, sodass sie nicht die gesamte Fläche des Bildschirms ausfüllen. Die nicht in Anspruch genommenen Bereiche nutzen sich dadurch weniger ab. Schauen Sie dann ein 16:9-Film an, erscheinen die Bereiche am linken und rechten Seitenrand merklich heller. Einen genau gegenteiligen Effekt können dauerhaft eingeblendete Logos von TV-Sendern hervorrufen – die andauernd verwendeten Bereiche leuchten schwächer. Das Ergebnis: Das Symbol Ihres Lieblingssenders ist auch dann noch als dunkler Schatten zu erkennen, wenn Sie ein Video oder einen anderen Sender ansehen. Bei LCD-Fernsehern gibt es dagegen keine Probleme mit dem so genannten „Einbrenneffekt“.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die LCD-Technik insbesondere dann vorteilhaft ist, wenn der Bildschirm nicht mehr als 107 Zentimeter Bilddiagonale haben soll. Bis zu dieser Größe ist der Kontrast meist überzeugend und die Maximalauflösung wird noch problemlos erreicht. Zudem sind LCD-Geräte bei den kleineren Bildschirmgrößen oft erheblich preiswerter als Plasma-Fernseher. Wollen Sie jedoch zu höheren Bildschirm-Dimensionen aufbrechen, ist eher die Plasma-Technologie zu empfehlen. Diese ist bei sehr großen Fernsehern meist preisgünstiger und erreicht – verglichen mit der LCD-Variante – einen höheren Kontrast und vor allem ein tieferes Schwarz. Das erfreut besonders Freunde des Heimkinos. Der Kontrast und auch die Reaktionszeit der LCD-Fernseher haben sich in den letzten Jahren zwar deutlich verbessert, erreichen aber noch lange nicht das hohe Niveau der Plasma-Fernseher.

Losgelöst von allen technischen Unterschieden ist letztlich aber meist der Faktor Geld entscheidend, wenn es um die Anschaffung eines neuen Fernsehers geht. Kostenbewusste Käufer werden daher eher mit einem LCD-Fernseher glücklich, der zudem eine längere Lebensdauer verspricht. Heimkino-Liebhaber mit großem Budget hingegen nehmen die gehobenen Preise der Plasma-Geräte zugunsten der großen Bilddiagonale, der hohen Bildqualität und des Seherlebnisses oft gerne in Kauf.

eVendi Tipp
Sie können die Bilddarstellung von Fernsehern im Geschäft am besten vergleichen, indem Sie gleichzeitig identische Kopien eines Films abspielen, den Sie gut kennen.

Fehler melden!
Artikel mit Freunden teilen
eVendi.de Team | 15.11.2009 17:41
Weitere interessante Artikel
Newsletter:
* Preise können sich seit der letzten Aktualisierung erhöht haben! Alle Preise inkl. MwSt.
© 2016 Copyright by eVendi GmbH & Co. KG