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Gewährleistung & Garantie beim Kauf von B-Ware & Gebrauchtware

Quelle: Fotolia © Pixelot; © froxx

Wer auf eine intakte Verpackung verzichtet oder kleine Schönheitsfehler an einem Produkt in Kauf nimmt, der kann oft richtig Geld sparen. B-Ware lautet das Zauberwort für den passionierten Schnäppchenjäger. Bei eVendi.de gibt es - genauso wie für Gebrauchtwaren - ein umfangreiches Angebot an solchen Artikeln. Was aber, wenn das Produkt später einmal kaputt geht? Gelten hier dieselben Regeln wie beim Kauf von originalverpackter A-Ware oder muss sich der Käufer von B-Ware etwa mit Einschränkungen in der Gewährleistung abfinden? Und wie sieht es eigentlich mit der Mängelhaftung beim Kauf von Gebrauchtwaren aus?

Gewährleistung bei B-Ware

Produkte, die kleine Fehler aufweisen, aber ansonsten voll funktionsfähig sind, werden als B-Ware oder als „zweite Wahl“ meist zu attraktiven Sonderpreisen verkauft. Zu dieser Kategorie zählen auch Artikel, deren Verpackung beschädigt ist, Retouren oder reparierte Waren sowie Rest- und Sonderposten. Eine gesetzliche Definition des Begriffes B-Ware existiert nicht. Allerdings geben viele Shops in ihren Produktbeschreibungen Auskunft über die genaue Beschaffenheit der Artikel. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, den Verkäufer zu kontaktieren.

Für alle Neuwaren und neuwertigen Waren hat der Käufer einen zwei Jahre dauernden Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Verkäufer. Das bedeutet, dass der Verkäufer dafür haftet, wenn die Ware nicht in vertragsgemäßem Zustand ist und Mängel aufweist. Die Rechtsprechung hat klargestellt, dass die zweijährige Mängelhaftung grundsätzlich auch für B-Waren gilt. Das Gewährleistungsrecht kann also nicht eingeschränkt werden, indem ein Artikel kurzerhand zur B-Ware erklärt wird. Wer beispielsweise ein neues Fahrrad kauft, das aufgrund von Lackschäden als verbilligte B-Ware angeboten wurde, darf natürlich erwarten, dass er damit fahren kann. Ist das Tretlager defekt, muss der Verkäufer das Fahrrad austauschen, reparieren oder das Geld rückerstatten. Tritt der Defekt innerhalb der ersten sechs Monate auf, gilt die Ware normalerweise als von Anfang an mangelhaft. Erst nach dieser Frist muss der Käufer beweisen, dass der Mangel schon bei Lieferung vorlag.

Im Interesse des Verbraucherschutzes können gewerbliche Händler die Mängelhaftung gegenüber privaten Käufern nicht einschränken. Auch für B-Waren ist eine Verkürzung der zweijährigen Anspruchsfrist unzulässig. Etwas anderes gilt bei Privatgeschäften: Ein privater Verkäufer kann die Gewährleistungsansprüche vertraglich einschränken oder gar ausschließen. Wer also Waren von einer Privatperson kauft, sollte den Angebotstext hinsichtlich der Mängelhaftung besonders aufmerksam lesen.

Gewährleistung bei Gebrauchtware

Bei Gebrauchtwaren darf auch der gewerbliche Händler die Gewährleistungsfrist auf ein Jahr verkürzen. Innerhalb dieses Zeitraums haftet der Verkäufer für alle nicht vertragsgemäßen Mängel wie bei Neuwaren. Achtung: Eine geöffnete oder beschädigte Verpackung reicht übrigens noch nicht aus, um einen Artikel als Gebrauchtware zu deklarieren und die Gewährleistungsfrist zu verkürzen. Auch eine einmalige Produktvorführung gilt noch nicht als Gebrauch.

Garantie bei B-Ware & Gebrauchtware

Bei der Garantie handelt sich um keine gesetzliche Pflicht, sondern um das freiwillige Versprechen eines Herstellers oder eines Händlers, mit dem eine Schadensersatzleistung zugesichert wird. Über den Umfang, die Dauer und die Bedingungen für den Garantieanspruch entscheidet allein der Garantiegeber. Aufgrund der individuellen Ausgestaltungsmöglichkeiten von Garantien lässt sich keine generelle Aussage über die Situation bei B-Waren und bei Gebrauchtwaren machen. So gelten einige Herstellergarantien beispielsweise nur für den Erstkäufer einer Ware, bei B-Waren könnte die Garantie etwa durch eine Reparatur erloschen sein. Wem die Garantie für ein Produkt wichtig ist, muss sich diese vom Händler bzw. vom Hersteller bestätigen lassen.

Fazit: Für B-Waren gilt dieselbe Gewährleistung wie für A-Waren, der Händler haftet zwei Jahre lang für Mängel. Für Gebrauchtwaren kann er diese Frist auf ein Jahr verkürzen. Ob für das Produkt ein Garantieanspruch besteht, muss immer im Einzelfall geklärt werden.

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Katja Nachtigall | 13.10.2014
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