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Geocaching - Schnitzeljagd für das neue Jahrtausend

Quelle: © Nereos Wal - Fotolia.com

Was früher unter dem Namen Schatzsuche oder Schnitzeljagd hauptsächlich bei Kindern beliebt war, nennt sich im 21. Jahrhundert Geocaching. Dank Internet und dem globalem Ortungssystem GPS feiert das Spiel seine Wiederauferstehung – und alle können jederzeit und überall mitmachen! Wie Geocaching funktioniert, wie Sie selbst ganz einfach dabei sein können und welche Ausrüstung Sie dafür haben sollten, erfahren Sie hier bei eVendi.de.

GPS für alle
Für den Startschuss sorgte die US-Regierung: Im Frühjahr 2000 rang sie sich dazu durch, die Genauigkeit der GPS-Ortung nicht mehr künstlich herabzusetzen. Zuvor war die volle Leistung des globalen Satellitensystems ausschließlich dem amerikanischen Militär vorbehalten gewesen. Andere Armeen und die zivilen Nutzer mussten sich mit einer nur auf etwa 100 Meter genauen Positionsbestimmung zufrieden geben. Doch dann wurde GPS auf einmal auch für die private Nutzung interessant: Der Boom der Navigationsgeräte fürs Auto begann. Ziemlich unbeachtet blieb dagegen lange die Möglichkeit, die Ortungstechnik für Geländespiele einzusetzen – bis jetzt: Weltweit gibt es bereits hunderttausende begeisterte Anhänger von GPS-Schatzsuchen und Schnitzeljagden.

Schätze gibt es viele und fast überall

Ob Sie es glauben oder nicht: Falls Sie sich nicht gerade in Sibirien aufhalten, ist der nächste versteckte Schatz („Cache“) höchstwahrscheinlich keine fünf Kilometer von Ihrem jetzigen Standort entfernt – in Ballungsgebieten eher noch weniger. Allein in Deutschland gibt es ungefähr 50.000 von ihnen! In der Regel handelt es sich um mehr oder weniger kleine, luftdicht verschlossene Behälter, die in der Erde vergraben, in Bäumen verborgen oder sogar unter Wasser schlummern und auf ihren Finder warten. Die Koordinaten dieser Geocaches finden Sie auf den einschlägigen Internetseiten der Schatzsucher-Gemeinde. In Deutschland sind dies zum Beispiel www.geocaching.de und www.opencaching.de. Jeder kann nach den Schätzen stöbern oder einfach selbst einen Cache verstecken und die Position und kleine Hinweise auf den Seiten der Geocaching-Community eintragen. So lassen Sie die anderen suchen!

In einem „ordentlichen“ Geocache befindet sich übrigens ein Logbuch, in das sich die Finder mit Namen und Datum eintragen. Auf diese Weise wird genau dokumentiert, wer den Cache wann gefunden hat. Außerdem ist es unter Geocachern üblich, ein kleines Andenken für den nächsten Finder zu hinterlassen und den vorgefundenen Gegenstand für sich selbst zu behalten. Bei der GPS-Schatzsuche geht es also nicht um versteckte Reichtümer – der Weg ist das Ziel!

Diese Regeln sollten Sie beachten
Es gilt als äußerst verpönt, einen Cache zu entfernen, zu beschädigen oder sich beim Suchen von Uneingeweihten – in Anlehnung an die nicht-magischen Figuren bei Harry Potter „Muggel“ genannt – beobachten zu lassen. Wenn Sie selbst einen Schatz verstecken wollen: Machen Sie es nicht zu leicht! Auf keinen Fall sollten Muggel zufällig über den Cache stolpern können. Machen Sie es aber auch nicht zu schwer: Bedenken Sie, dass mit vielen preisgünstigen oder älteren GPS-Geräten nur auf etwa zehn Meter genau geortet werden kann. Sie können den Suchenden beispielsweise nicht zumuten, innerhalb dieses Radius den ganzen Boden aufgraben zu müssen!

eVendi Tipp
Einige Caches („Rätselcaches“, „Mehrfachcaches“) leiten Sie erst dann zum eigentlichen Schatz weiter, wenn Sie ein oder mehrere knifflige Aufgaben lösen. Dabei können erfahrungsgemäß Papier, Bleistift und Taschenrechner nützlich sein.

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand: Das GPS-Gerät
Vor der Schatzsuche steht natürlich der Kauf eines Geräts, das die Signale der GPS-Satelliten im Orbit empfangen kann und den Suchenden den Weg zu den eingegebenen Zielkoordinaten weist. Die Auswahl an geeigneten GPS-Empfängern ist sehr groß. Fürs Geocaching genügt in aller Regel ein eher einfaches und preiswertes Modell, wie zum Beispiel das Garmin eTrex H. Wenn Sie mit einem monochromen Display mit 64 mal 128 Pixeln zufrieden sind, auf die Kartendarstellung verzichten können und keinen Wert auf zusätzliche Funktionen legen, sind Sie damit bestens aufgestellt. Es ist handlich, leicht zu beherrschen und bietet schnelle Akquisition sowie stabilen Empfang auch bei schwachem Satellitensignal. Das kann besonders in (Häuser-)Schluchten und dichten Wäldern wichtig werden. Das Garmin eTrex H ist hier schon ab rund 70 Euro zu haben.

Falls Sie die Kosten nicht scheuen und auch größere Touren abseits der Zivilisation unternehmen wollen, sollten Sie Geräte mit allem Drum und Dran in Erwägung ziehen: Das Magellan Triton 2000 – Europa beispielsweise kann die Signale von bis zu 20 GPS-Satelliten gleichzeitig empfangen, hat geografisches Kartenmaterial der meisten europäischen Länder intus und ist wasserdicht. Es verfügt unter anderem über einen 2,7-Zoll-Touchscreen mit 240 mal 320 Pixeln und LED-Beleuchtung, einen elektronischen 3-Achsen-Kompass, ein Barometer, eine 2-Megapixel-Digitalkamera, ein Diktiergerät und eine Taschenlampe. Dafür ist es natürlich auch entsprechend größer und schwerer. Das Magellan Triton 2000 – Europa können Sie hier ab rund 460 Euro bekommen.

Eine interessante Variante ist sicherlich ein GPS-Gerät im Armbanduhr-Stil, wie etwa das Navilock NL-122OWH. Dessen Display ist mit 80 mal 120 Pixel natürlich nicht allzu groß, aber dafür haben Sie immer die Hände frei, was insbesondere bei „Kletter-Caches“ von Bedeutung sein kann. Außerdem eine nette Spielerei: Diese GPS-Armbanduhr misst die Herzfrequenz des Trägers und speichert die Werte zusammen mit der aktuellen Position. So können Sie hinterher genau nachvollziehen, wo das Jagdfieber und die körperliche Anstrengung am größten waren. Das Navilock NL-122OWH finden Sie hier ab rund 142 Euro.

Klassische Navigationssysteme und GPS-Handys – eine Alternative?
Vielleicht besitzen Sie den wichtigsten Ausrüstungsgegenstand auch schon und wissen es gar nicht: Viele gängige Auto-Navis verfügen über einen eingebauten Akku und einen Fußgänger-Modus. Damit lassen sie sich prinzipiell auch fürs Geocaching einsetzen. Sie sollten jedoch sichergehen, dass Sie mit Ihrem Gerät nicht nur anhand von Städten, Straßen und Adressen, sondern auch anhand von Längen- und Breitengraden navigieren können. Zu bedenken ist auch, dass ein klassisches Navi oder GPS-Handy normalerweise nicht die Luftlinie zum Ziel anzeigt. Es versucht vielmehr, Sie auf in der Karte eingezeichneten Wegen zum Ziel zu führen – keine gute Idee, wenn der Schatz irgendwo im Unterholz abseits jedes Wegs und Stegs liegt. In dem Fall bleibt Ihnen nur übrig, die Zahlen für Längen- und Breitengrad genau zu beobachten und anhand der Veränderung dieser Werte etwas mühsam auf die richtige Richtung zu schließen. Es gibt auch die Möglichkeit, eine andere Software auf das Navi zu spielen, die fürs Geocaching besser geeignet ist als das vorinstallierte Programm. Das ist allerdings nur etwas für sehr Experimentierfreudige. Denn zuerst muss der Desktop des Geräts freigeschaltet werden, bevor  Alternativen zum eingebauten Navigationsprogramm installiert und genutzt werden können.

Das iPhone als Geocaching-Instrument
Eine wirklich brauchbare und auch für Computer-Laien praktikable Alternative zu einem GPS-Handgerät bietet das Apple iPhone. Die neuesten Versionen dieser ebenso vielseitigen wie hippen Kommunikationsmaschine (iPhone 3G und 3Gs) haben GPS-Empfänger und Navigationssoftware an Bord. Speziell für Geocaching finden Sie zusätzliche Apps wie zum Beispiel „Groundspeak's Geocaching iPhone Application“ im iPhone App Store. Diese App bietet eine Fülle von Funktionen und Vorteilen für den Geocacher, doch auch hier gibt es kleine Wermutstropfen: So erfolgen etwa die Entfernungsangaben nur in Meilen und Fuß. Außerdem kann dass iPhone nur so lange die Richtung anzeigen, wie Sie in Bewegung bleiben, weil es ebenso wie preiswertere GPS-Handgeräte keinen eingebauten Kompass besitzt. Ohne Vertrag ist das iPhone 3G mit 8GB für rund 450 Euro hier zu bekommen.


Was der Geocacher sonst noch braucht? Alles!
Da Geocaches an den ungewöhnlichsten Orten versteckt sein können, gibt es fast nichts, was Sie  nicht als Hilfsmittel gebrauchen könnten. Hier empfiehlt sich je nach angepeiltem Cache ein Blick in die Kategorien Camping & Wandern, Klettern und Tauchen. Außerdem sind manche Caches so angelegt, dass Sie kaum Chancen haben, ganz allein an sie heranzukommen. Doch auch wenn das nicht der Fall ist, können ein paar gute Freunde der Schatzsuche nur gut tun!

Fazit
Geocaching ist genau richtig, um die Urlaubsreise, die Wanderung oder auch nur den guten alten Sonntagsspaziergang ordentlich aufzupeppen. Ob Sie bei der Schatzsuche ein herkömmliches Navigationsgerät, ein GPS-Handgerät oder ein GPS-Handy wie etwa das iPhone benutzen sollten, hängt dabei ganz von Ihren Ansprüchen an den Komfort, von der Lage des gesuchten Caches und nicht zuletzt von Ihrem Geldbeutel ab. Einen in Straßennähe gelegenen Cache finden Sie auch mit einfachen und eventuell schon vorhandenen Mitteln. Entdecken Sie die Spürnase in sich, lassen Sie sich herausfordern und nehmen Sie Ihre Umgebung einmal mit ganz anderen Augen wahr! Auch ein gewisser „Reiz des Verbotenen“ ist dabei, weil Sie ja nicht wollen, dass Ihr seltsames Treiben Muggeln auffällt. Probieren Sie es aus, und sie werden erleben, wie viel Spaß es macht!

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eVendi.de Team | 07.08.2009 07:22
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