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E-Bike oder Pedelec: Fahrradfahren mit Motor

Quelle: © jurand - Fotolia.com

Immer mehr Fahrradfahrer machen sich den Fortschritt der Technik zunutze und entlasten ihre Beine beim Fahrradfahren. Das klingt komisch? Dann haben Sie wahrscheinlich noch nicht von E-Bikes bzw. Pedelecs gehört. Beide unterstützen den Radfahrer beim anstrengenden Schwungholen, erledigen dies jedoch jeweils auf eine andere Art und Weise. Wo genau die Unterschiede liegen und welches Modell für Sie das richtige ist, das lesen Sie hier.

E-Bikes mit Startschwierigkeiten

Ein Fahrrad mit zusätzlich eingebautem Elektromotor wird E-Bike genannt. Den Motor treibt ein abnehmbarer Akku an, der ganz praktisch an einer haushaltsüblichen Steckdose wieder aufgeladen werden kann. In der verkehrsrechtlichen Sprache wird ein E-Bike als Fahrrad mit tretunabhängigem Zusatzantrieb bezeichnet und in die Kategorie Kleinkraftrad mit geringer Leistung eingeordnet. Bedeutet: Der Besitzer eines E-Bikes muss gar keine Muskelkraft aufbringen, um sich fortzubewegen. Ein Gashebel oder Drehgriff am Lenker beschleunigt das E-Bike. Der Zusatzmotor erledigt die Arbeit ganz alleine. Aus diesem Grund und sicher auch durch das für eine junge Zielgruppe eher wenig ansprechende Design galten E-Bikes lange als „Oma-Räder“. Kein Wunder, denn die Hersteller hatten zunächst die Zielgruppe 50plus im Auge. Zudem trug auch die damals noch unausgereifte Akku-Technologie zu einer geringen Akzeptanz dieser Räder bei.

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E-Bikes gelten als zulassungspflichtige Leichtmofas, für die ein Führerschein oder eine Mofabescheinigung notwendig ist. Die Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern darf nicht überschritten werden.

Aus E-Bike wird Pedelec

Heute sieht die E-Bike-Welt ganz anders aus. Moderne Modelle haben Lithium-Ionen Akkus. Große Reichweite, lange Lebensdauer und das Fehlen des störenden Memory-Effekts (die abnehmende Leistung von Akkus) machen E-Bikes daher nun beliebter. Als fortschrittlichste Akku-Version gilt der Lithium-Eisen-Phosphat-Akku. Ihn kennzeichnen kürzere Ladezyklen sowie eine höhere Betriebssicherheit und Energiedichte.

Pedelecs: Es muss getreten werden

Als Weiterentwicklung der E-Bikes gelten Pedelecs. Ein Pedelec ist ein Pedal Electric Cycle, also ein Elektrofahrrad, das hybrid mit Elektromotor und Muskelkraft angetrieben wird. Einfach nur rollen lassen – das funktioniert also nicht. Denn der Motor gibt nur dann Leistung ab, wenn der Pedelec-Fahrer in die Pedale tritt und somit Kurbelbewegung erzeugt. Aus diesem Grund werden Pedelecs verkehrsrechtlich als führerscheinfrei eingestuft, sofern ihr Motor nicht mehr als 25 m/h unterstützt.

eVendi Tipp
Zwar besteht für derartige Modelle keine Helmpflicht, das Tragen eines handeslüblichen Fahrradhelms ist bei Geschwindigkeiten bis 25 km/h aber dennoch empfehlenswert.

Im Gegensatz zu einem ganz normalen Fahrrad verfügt ein Pedelec also über die Komponenten Elektromotor, Akkumulator, Steuerelektronik für den Motor und einen Sensor für die Erkennung der Kurbelbewegung.

Größerer Motor, mehr Geschwindigkeit
Pedelecs sind üblicherweise mit 250 Watt-Motoren ausgestattet. Es gibt aber durchaus auch Modelle, die über einen 500 Watt-Motor verfügen. In solchen Fällen wird die bereits angesprochene Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h mit Leichtigkeit überschritten. Dies hat zur Folge, dass das Pedelec als Kleinkraftrad gilt und nur mit einem Versicherungskennzeichen gefahren werden darf. Desweiteren besteht bei diesen Flitzern Helmpflicht und eine entsprechende Schutzausrüstung ist bei Maximalgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h ebenfalls empfehlenswert.


eVendi Tipp
Egal ob E-Bike oder Pedelec: Der bei beiden Modellen vorhandene Elektromotor sorgt nicht nur für Entlastung, sondern auch für zusätzliche Kilos. Ein Fahrzeuggewicht zwischen 25 und 30 Kilogramm ist keine Seltenheit. Das sollte bei der Anschaffung immer beachtet werden und spielt vor allem beim Transport von E-Bike oder Pedelec per Autofahrradträger eine wichtige Rolle.

Stadtfahrt oder lange Tour: Verschiedene Nutzertypen – verschiedene Modelle
Dient das Pedelec der täglichen und kurzen Fahrt ins Büro? Ist der Besitzer eher Trekking-Freund? Fährt der elektrische Drahtesel in der Ebene oder hat er regelmäßig Höhenmeter zu überwinden? Je nach Einsatzbereich unterscheiden sich natürlich auch die Anforderungen an ein Pedelec.

Für einen Stadtnutzer, der kaum Steigungen hinaufklettern muss, spielen die Faktoren Reichweite des Akkus, Motorleistung und Gewicht des Pedelecs kaum eine Rolle. In der Regel haben die modernen Fahrzeuge eine Reichweite von 30 bis 45 Kilometer – völlig ausreichend für einmal Büro und zurück. Geht es mit dem Pedelec aber auf Tour, sollte der Kaufinteressent sich eher über Modelle mit einer größeren Reichweite informieren – entsprechende Pedelecs unterstützen ihre Besitzer auch bei Radtouren von bis zu 80 Kilometer Länge.

Wo ist der Motor?
Die Hersteller geben sich Mühe, den Motor der Pedelecs möglichst unscheinbar aussehen zu lassen. Motoren werden immer kleiner und wiegen immer weniger. So kommen Pedelecs den klassischen Fahrrädern optisch immer näher. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Pedelecs mit Nabenmotor und Pedelecs mit Tretlagermotor. Nabenmotoren befinden sich entweder am Vorderrad oder am Hinterrad. Tretlagermotoren haben ihren Platz in der Mitte, am Tretlager. Zwar ist die Mehrzahl der heutigen Modelle mit Hinterradantrieb oder Tretlagerantrieb ausgestattet, aber auch hier entscheidet das Einsatzgebiet über die beste Antriebsart.

Nabenmotoren vs. Tretlagermotoren: Vor- und Nachteile

Der Vorderradantrieb eines Nabenmotors ist beispielsweise dann von Vorteil, wenn ein Fahrradkorb am Lenker montiert ist und damit schwere Lasten transportiert werden. Der Nachteil: Bei glatter oder nasser Fahrbahn dreht das Vorderrad schnell durch und die Fahrdynamik leidet spürbar.
Einige Nabenmotoren glänzen mit einem technischen Extra. Sie nutzen bei abschüssigen Fahrten die entstehende Bewegungsenergie zur sogenannten Rekuperation, bei der die Batterie mit dem durch die Abfahrt erzeugten Strom versorgt wird. Als genereller Nachteil der Nabenmotoren gilt ihre wenig kompakte Bauweise und die ausufernde Verkabelung.

Tretlagermotoren wirken direkt auf die Kette. Diese Kraftübertragung ist von Vorteil, denn so wird beim Schalten des Ganges auch der Motor mitgeschaltet und der Wirkungsgrad des Motors verbessert – vor allem bei Steigungen von Bedeutung. Ein weiterer Vorteil der Tretlagermotoren ist ihre kompakte Bauweise. Nötig ist nur eine einzige Verkabelung zur Bedieneinheit am Lenker. Weitere störende Kabel und Verschleißteile entfallen.
Nachteil dieses Motorentyps: Aufgrund des Freilaufs kann eine Bergabfahrt nicht dazu genutzt werden, den Akku mit frischem Strom zu füttern.

eVendi Tipp
Die Lebensdauer der heutigen Lithium-Ionen-Akkus hat sich im Vergleich zu den ursprünglichen Blei-Gel-Akkus deutlich verbessert und beträgt drei bis fünf Jahre. Dennoch sollten die Kosten für die Anschaffung eines Ersatzakkus in die Kaufentscheidung einbezogen werden.

Mit Antrieb durch die City und über Land
Ein beliebtes Modell für die Stadt ist das Pegasus E-Swing 2008. Das Pedelec wird durch einen Nabenmotor angetrieben und arbeitet mit einem NiMh-Akku, dessen Reichweite je nach Fahrweise bis zu 50 Kilometer beträgt. Eine solide 7-Gang-Schaltung von Shimano sorgt ebenso für Fahrkomfort wie der bequeme City-Sattel, eine einstellbare Federgabel sowie die gefederte Sattelstütze. Praktisch: Der Status der Batterie wird auf einem Display am Lenker angezeigt. So dürfte ein überraschender Akku-Leerstand nicht vorkommen. Überzeugend ist bei diesem Pedelec auch der Preis, ist es doch schon für weniger als 1000 Euro erhältlich.
Optisch und auch technisch etwas sportlicher kommt das Rixe Nancy Pedelec 8-G daher.
Das 28 Zoll Herrenmodell verfügt über einen leichten Aluminiumrahmen und eine 8-Gang-Schaltung von Shimano. Die entsprechende Unterstützung für müde Beine liefert der kraftvolle Panasonic Frontmotor mit einer Leistung von 250 Watt. Der ausdauerstarke Lithium-Ionen-Akku macht das Trekking-Feeling auf diesem Pedelec perfekt. Der höhere Grad an Sportlichkeit hat allerdings auch seinen Preis. Für dieses Modell muss der Pedelec-Fan schon deutlich über 2000 Euro investieren.

Fazit
E-Bikes und Pedelecs sind längst hoffähig geworden. Einst verschrien als Rentner-Räder glänzen E-Bikes der heutigen Generation durch modernes Design, so dass manche Modelle kaum von richtigen Fahrrädern zu unterscheiden sind. Wer aus Überzeugung nicht mehr selbst treten will oder körperlich nicht mehr dazu in der Lage ist, setzt sich auf ein E-Bike. Mit der Weiterentwicklung der elektronischen Fahrräder, den sogenannten Pedelecs, ist auch der sportliche Faktor wieder dabei. Kommen traditionelle E-Bikes noch komplett ohne Muskelkraft in Fahrt, springt bei den Pedelecs der Motor nur an, wenn der Radler auch selbst in die Pedale tritt. Diese Antriebsunterstützung macht Pedelecs für verschiedene Nutzergruppen sehr interessant. Egal ob Stadtfahrt zur Arbeit oder Trekking-Trip über Land – Pedelecs gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen. Je nach Anforderung und Budget findet jeder Pedelec-Fan auch das richtige Modell.

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Sven Kloevekorn | 08.03.2010 09:30
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