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Digitale Spiegelreflexkameras - professionelle Bilder & HD-Videos auch für Hobbyfotografen

Quelle: Nikon

Digitale Spiegelreflexkameras wie die Canon EOS 550D, kurz DSLR (Digital Single Lens Reflex), werden auch für engagierte Hobbyfotografen immer interessanter. Diese Kameraklasse war früher aufgrund des hohen Preisniveaus eher Fotografen mit professionellen Ansprüchen vorbehalten und auch heute sind die günstigeren Modelle immer noch deutlich teurer als die meisten kompakten Digitalkameras. Allerdings ist das Preisniveau inzwischen insgesamt stark gesunken. So nutzen zunehmend mehr Hobbyfotografen die vielen Vorteile des Spiegelreflex-Konzepts und der Kreis der DSLR-Besitzer erweitert sich stetig.

 

Im diesem Beitrag werden zwei Digitale Spiegelreflexkameras aus dem eVendi Preisvergleich vorgestellt:

  • Canon EOS 550D
  • Nikon D90

Systembedingte Nachteile kompakter Digitalkameras

Kompakte Digitalkameras sind klein, praktisch und in fast jedem Haushalt zu finden. Der günstige Preis und die stetig verbesserte Technik sorgen für einen anhaltenden Boom in diesem Kamerasegment. Und auch anfängliche Kinderkrankheiten der kleinen Begleiter wie Auslöseverzögerungen, die gezielte Schnappschüsse von Kindern und Tieren fast unmöglich gemacht haben, sind bei den modernen Kompaktkameras weitgehend verschwunden. Die beliebten Fotoapparate haben jedoch einige systembedingte Nachteile.

Schärfentiefe

Typisch für Fotos, die mit einer kompakten Digicam aufgenommen wurden, ist die durchgehende Bildschärfe. Ab einer bestimmten Entfernung erscheinen Vorder- und Hintergrund gleichermaßen scharf. Dieser Effekt, den sich auch Fixfokus-Kameras zunutze machen, kann - beispielsweise bei Architekturaufnahmen - durchaus erwünscht sein, schränkt die Kreativität beim Fotografieren jedoch stark ein. Eine gezielte Bestimmung der Schärfentiefe, die eine räumliche Bildwirkung erzeugt, kann mit einer Kompaktkamera nicht oder nur unzureichend erreicht werden. Der Grund dafür liegt in den sehr kurzen Brennweiten der fest verbauten Objektive und der im Vergleich zu einem Kleinbildfilm sehr kleinen Sensorgröße dieser Kameras. Die kurze Brennweite wiederum ist der kompakten Form geschuldet, bei der es nicht möglich ist, ausreichend große Abstände zwischen Linse und Bildsensor einzuhalten.

Bei Spiegelreflexkameras hingegen sind die Sensoren bzw. die Filmflächen erheblich größer und die Bauweise erlaubt mehr Abstand zwischen Sensor und Linse. So können problemlos Objektive mit langen Brennweiten verwendet werden.

Objektive: Vom Fisheye bis zum Supertele

Während bei kompakten Digicams fast immer ein Zoomobjektiv fest verbaut ist und den gesamten Anwendungsbereich abdecken muss, hat man mit einer DSLR eine große Auswahl an Objektiven unterschiedlichster Brennweiten und Lichtstärken. Die Lichtstärke eines Objektivs bemisst sich immer nach der kleinsten einstellbaren Blende. Je weiter die Blende geöffnet werden kann, desto lichtstärker aber in der Regel auch teurer ist das Objektiv und desto geringer kann die Schärfentiefe eingestellt werden. Eine Lichtstärke/kleinste Blende von 2.8 bedeutet beispielsweise, dass noch ein Anteil von 1/2.8 des in die Vorderlinse eintreffenden Lichtes auf dem Film/Sensor ankommt. Unterschiedliche Objektive erlauben also eine optimale Anpassung an die Lichtverhältnisse und Wünsche des Fotografen.

DSLRs: Hohe Empfindlichkeiten für die Low-Light-Fotografie

Die großen Sensoren verfügen gleichzeitig über größere Pixel des Bildsensors und haben so auch andere Vorteile: Je größer ein Pixel ist, desto mehr Lichtteilchen kann es auffangen. Damit ergeben sich ein differenzierteres Signal und ein höherer Signal-Rausch-Abstand. Deshalb gilt grundsätzlich, dass ein großer Sensor bessere Aufnahmen bei wenig Licht ermöglicht als ein kleiner. Der Megapixel-Wahn der vergangenen Jahre ist daher völlig unbegründet: Je mehr Pixel auf gleicher Sensorfläche vorhanden sind, desto kleiner sind die Pixel und damit die Messgenauigkeit des einzelnen Punktes. Genau aus diesem Grund sind kompakte Digitalkameras nach wie vor zu Recht als Schönwetterkameras verschrien.

Typische Situationen, bei denen DSLRs Ihre hohe Lichtempfindlichkeit ausspielen können, sind Partys und Konzerte. Da man hier meist aus der Hand fotografiert, ist man auf kurze Belichtungszeiten angewiesen, damit die Bilder nicht verwackeln. Diese kurzen Belichtungszeiten kann ein großer Bildsensor durch hohe Empfindlichkeitsstufen wie ISO 3200 ermöglichen. Denn eine Verdoppelung des ISO-Wertes erlaubt eine Halbierung der Belichtungszeit. Oft ist so sogar noch der kreative Einsatz der Blende möglich, die weiter geschlossen werden kann, um eine größere Schärfentiefe zu erreichen. Schließlich soll ja auch der Schlagzeuger mal zusammen mit der ganzen Band scharf auf den Fotos erscheinen.

Belichtungsumfang

Als Belichtungsumfang bezeichnet man den Helligkeitsunterschied zwischen der dunkelsten und der hellsten Stelle in einem Motiv, den ein Film wiedergeben bzw. ein Sensor aufzeichnen kann. Reicht der Belichtungsumfang der Kamera oder des Films für ein sehr kontrastreiches Motiv nicht aus, findet sich an den hellen Bilstellen keine Zeichnung mehr und dunke Flächen werden durchgehen schwarz dargestellt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von "absaufenden" Tiefen und "ausgefressenen" Lichtern. War zu Anfangszeiten der Digitalfotografie der Belichtungsumfang noch ein Argument für analoge Kameras, die in diesem Bereich stärker waren als die digitalen Modelle der ersten Jahre, liegen aktuelle DSLRs inzwischen auch hier vor ihren analogen Pendants. Dies gilt allerdings nicht für kompakte Digicams, die in diesem Bereich nach wie vor schwächeln.


HD-Videos mit den Vor- und Nachteilen einer Fotokamera

Immer mehr aktuelle DSLRs bieten die Möglichkeit, HD-Videos in hervorragender Qualität aufzuzeichnen. Da auch digitale Videokameras im Consumerbereich sehr kleine Sensoren haben, hat man hier wieder das Phänomen der durchgehenden Schärfe. So entsteht der berüchtigte "Video-Look" der Aufnahmen, kreativer Bildgestaltung sind Grenzen gesetzt. Mit dem großen Sensor einer DSLR und der Möglichkeit Blende, Belichtung und ISO-Wert manuell einzustellen, kommt man dem Look professioneller Filmkameras zurzeit am nächsten, ohne sich dafür in extreme Unkosten stürzen zu müssen. Aus diesem Grund setzen viele Independent-Filmer heute Digitale Spiegelreflexkameras ein und erzielen dabei beachtliche Ergebnisse. Das Finale der kürzlich in den USA abgedrehten Staffel von “Dr. House” wurde übrigens komplett mit einer Canon 5D Mark II gedreht.

Zwei Spiegelreflexkameras aus dem eVendi Preisvergleich unter der Lupe

Die Canon EOS 550D zählt zu den beliebtesten DSLRs im eVendi Preisvergleich. Genau wie ihre größeren Schwestern Eos 60D und 7D hat sie einen 18-Megapixel-Sensor, eine HD-Videofunktion, das 63-Zonen-Belichtungsmesssystem IFCL sowie einen DIGIC-IV-Bildprozessor. Die Lichtempfindlichkeit kann bis zu ISO 12800 eingestellt werden, wobei die Ergebnisse "nur" bis ISO 6400 brauchbar sind. Im Serienbildmodus macht die 550D bis zu 3.2 hochauflösende Fotos im jpg-Format pro Sekunde. Steckt eine schnelle SD-Karte in der Kamera, werden Bildserien nur durch die Speicherkapazität begrenzt. Der große 3-Zoll-Monitor ist nicht schwenkbar und löst mit 1.040.000 Pixeln auf. Die Kamera verfügt über ein Schnellmenü zur Einstellung der wichtigsten Parameter und über eine nachträgliche Belichtungskorrektur sowie eine automatische Vignettierungskorrektur, die allerdings nur bei Canon-Objektiven funktioniert. Der helle Sucher stellt 95 % des Blickfeldes dar und kann alternativ zum Live-View-Modus verwendet werden, der das Motiv auf dem Bildschirm darstellt.

Der Autofokus ist nur durchschnittlich schnell und kann nicht mit dem einer Canon 7D mithalten. HD-Videos dreht man mit der 550D in der Auflösung 1080P (1920 * 1080 Punkte) mit 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde. Filmt man in der halben Auflösung 720p, sind sogar 50 oder 60 Bilder möglich. So können sich bewegende Motive flüssiger dargestellt werden. Während des Filmens kann man alle Parameter wie Blende, Belichtung und Lichtempfindlichkeit manuell einstellen. Im Gegensatz zum Konkurrenten D90 von Nikon kann während der Aufnahme der Autofokus betätigt werden, ein Nachführ-Autofokus wie bei einer Videokamera fehlt jedoch. Praktisch ist die automatische Sensorreinigung, die den Tiefpassfilter vor dem Sensor in Schwingungen versetzt und so angesammelten Staub abschüttelt, der bei der 550D jedoch leider im Spiegelkasten bleibt.

In einer ähnlichen Preislage liegt die auch sehr erfolgreiche Nikon D90, die ebenfalls die Zielgruppe der anspruchsvollen Hobbyfotografen anspricht. Die Nikon wird unter anderem für ihr geringes Bildrauschen gelobt und soll der Canon EOS 550D in diesem Punkt überlegen sein. Die maximal einstellbare Lichtempfindlichkeit beläuft sich auf ISO 6400. Die Auflösung dieser Kamera beträgt 12.3 Megapixel, HD-Videos werden bis zur Auflösung 1280 * 720 aufgezeichnet. Der Autofokus funktioniert im Videomodus nicht, die manuellen Einstellungsmöglichkeiten sind die gleichen wie bei der 550D. Insgesamt macht die Videofunktion der Nikon eine deutlich schlechtere Figur als die der Canon 550D, die flexiblere Aufnahmemöglichkeiten, eine höhere Auflösung und laut Testberichten auch eine bessere Videoqualität liefern soll als die Nikon. Der Monitor hat ebenfalls drei Zoll und eine Auflösung von 920.000 Pixeln. Die automatische Sensorreinigung funktioniert nach dem selben Prinzip wie bei der Canon EOS 550D, wobei der abgeschüttelte Staub aber durch Nikons Air-Flow-System geleitet und am Boden des Spiegelkastens gebunden wird.

Ein weiterer Vorteil der Nikon D90 ist das zusätzliche LCD-Display auf der rechten Kameraschulter, das bei der 550D dem Rotstift zum Opfer gefallen ist. Ebenso wie bei der Canon 550D können Fotos im jeweils hauseigenen RAW-Format gespeichert und so später effektiver nachbearbeitet werden. Beim Einschalten und Auslösen ist die Nikon etwas träger als die Konkurrenz, was sich aber aufgrund der hohen Leistungsdichte in diesem Bereich in der Praxis nicht bemerkbar macht. Der Serienbildmodus der D90 bewältigt 4.5 hochauflösende Bilder je Sekunde im jpg-Format und 2.9/Sekunde, wenn im RAW-Format aufgezeichnet wird. Oft wird der relativ langsame Autofokus im Live-View-Modus an der D90 kritisiert. Als Speichermedium kommen wie auch bei der 550D die weit verbreiteten und günstigen SD-Karten zum Einsatz.

eVendi Tipp
Durch die Bauweise und die vielen manuellen Einstellungsmöglichkeiten einer Digitalen Spiegelreflexkamera ist kreatives Fotografieren und Filmen auf hohem Niveau möglich. Die großen Sensoren bieten eine überlegene Bildqualität und hohe Lichtempfindlichkeiten. Durch gezielte Nutzung der Schärfentiefe entstehen hochwertige und künstlerisch anmutende Fotos. Die Performance von DSLRs ist denen von Kompaktkameras weit überlegen. Nicht zuletzt durch die große Auswahl an Wechselobjektiven für jeden Einsatzbereich sind der Kreativität nahezu keine Grenzen gesetzt.

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eVendi.de Team | 22.10.2010 15:31
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