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Die erste eigene Klarinette - Tipps für den Kauf des beliebten Holzblasinstrumentes

Quelle: © mankale - Fotolia.com

Ob private Musikaufführungen für die Familie, große Konzerte im Orchester oder fetzige Auftritte als Teil einer Band - der Klang einer Klarinette harmoniert mit wohl jedem Musikstil. Die Klarinette ist von Klang und Technik her eines der vielseitigsten Musikinstrumente überhaupt. Die meisten Klarinettisten beginnen mit dem Erlernen einer Flöte, oft bereits im Kindesalter. Da sich viele Griffe der beiden Instrumente überschneiden, ist der Übergang von Flöte zu Klarinette relativ einfach. Doch auch ohne Vorerfahrung lässt sich das Blasinstrument vergleichsweise schnell lernen.

Von Es- bis Kontrabassklarinette – eine vielfältige Welt

Wenn von Klarinetten die Rede ist, sind in der Regel B-Klarinetten gemeint. Es gibt jedoch noch viele andere Klarinetten in verschiedenen Größen und Stimmungen. So gibt es beispielsweise die große und tiefe Kontrabass-Klarinette, die kleine und hohe Es-Klarinette und dazwischen viele weitere Typen. Manche, wie die B- und A-Klarinette, findet man in fast jedem Orchester. Für andere gibt es lediglich eine Handvoll Kompositionen. Dieser Artikel ist daher auf die B-Klarinette spezialisiert (im Folgenden nur „Klarinette“ genannt).

Drei Klarinetten aus dem eVendi Sortiment im Vergleich:

  • Keilwerth Melody B-Klarinette
  • Schreiber D26 B-Klarinette
  • Adler B-Klarinette 322


Die B-Klarinette – das Lieblingskind der großen Familie

Die Klarinette gehört zur Gruppe der Holzblasinstrumente und ist ungefähr doppelt so groß wie eine Blockflöte. Das schwarze Instrument besteht zumeist aus fünf Teilen, hochwertige Modelle sind aus dunklem Grenadill-Holz gefertigt, preiswertere oft aus schwarzem Kunststoff. Kennzeichnend für eine Klarinette sind die vielen Klappen, die aus einer versilberten oder vernickelten Kupferlegierung bestehen. Mit einer Schraube oder einer Schnur wird ein dünnes Holzblatt am Mundstück angebracht. Dieses Blatt wird beim Spielen in Schwingung versetzt, wodurch ein Ton entsteht. Der „Rest“ der Klarinette dient nun dazu, diesen Ton zu formen, wodurch Tonleitern über fast vier Oktaven erreicht werden können. Kein anderes Blasinstrument verfügt über einen solchen Tonumfang.

Schnellerer Erfolg mit professioneller Hilfe

Der einfachste und erfolgversprechendste Weg, Klarinette zu lernen, ist der Unterricht bei einem guten Lehrer. Doch aller Anfang ist schwer: Bis man einen vernünftigen Ton aus dem Instrument herausbekommt, bedarf es selbst mit professioneller Hilfe oft stundenlangem Herumprobieren. Daher lohnt es sich zumindest am Anfang, die ersten Schritte nicht aus falscher Sparsamkeit heraus alleine zu unternehmen. Ein Klarinettenlehrer bietet zudem oft die Möglichkeit, verschiedene Leihinstrumente auszuprobieren. So fällt die Auswahl der eigenen Klarinette anschließend leichter.

eVendi Tipp
Auch Kinder können das Klarinettespielen problemlos erlernen, es ist jedoch zu beachten, dass die Schneidezähne keine Milchzähne mehr sein sollten.

Die Wahl zwischen dem Deutschen und dem Boehm-System

Vor der Wahl eines geeigneten Lehrers sollte man sich darüber im Klaren sein, ob man gerne nach dem Boehm- oder dem Deutschen System lernen möchte. Der Unterschied liegt hauptsächlich in den Griffen und im Klang. In Deutschland ist das Deutsche System (auch Oehler-System genannt) verbreiteter als das Boehm-System. Daher sind die meisten Klarinettenlehrer vertrauter mit diesen Griffen. In der Regel sollte ein guter Lehrer jedoch auch das bei gleicher Qualität deutlich preiswertere Boehm-System kennen.

Der Kauf einer Klarinette

Ob Anfänger oder Profi, beim Kauf einer Klarinette gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Jeder hat im Blick auf das Instrument andere Ziele. Einige üben viel, andere eher wenig, einige können mehr, andere weniger Geld für die Wunschklarinette ausgeben. Es gibt jedoch einige grundlegende Punkte zu beachten, die helfen, die für die eigenen Ansprüche richtige Entscheidung zu treffen.

1. Wie viel kostet eine gute Klarinette?

Die Preise für Klarinetten sind nach oben offen. Für eine Profi-Soloklarinette man kann ohne Weiteres 10.000 Euro ausgeben. Dies ist natürlich für Hobbyspieler und gerade für Anfänger absolut überflüssig. Für eine neue Klarinette, die auch ein Profi problemlos im Orchester spielen kann, zahlt man zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Der Preis richtet sich zumeist nach der Anzahl der Klappen, Ringe und Triller. Je mehr „Funktionen“ die Klarinette hat, desto mehr musikalische Möglichkeiten bietet sie. Daher benötigen Profis mehr Klappen, Ringe und Triller als Anfänger und Hobbyspieler und kaufen so höherpreisige Instrumente.

 Griff-SystemMaterialKlappenRinge; TrillerSonstigesZubehör
Keilwerth Melody B-KlarinetteDeutschGrenadill-Holz17 (vernickelt)4; 3Es-HeberKoffer, Mundstück
Schreiber D26 B-KlarinetteDeutschGrenadill-Holz20 (versilbert)6; 4Gabel-B, Gabel-F, H/Cis-Triller, Es-Heber, verstellbarer DaumenhalterKoffer, Mundstück, 2 Birnen
Adler B-Klarinette 322DeutschGrenadill-Holz22 (Neusilber, versilbert)6; 4Es- & F-Heber, Duodezim-Verbindung, doppelte C-Klappe, verstellbarer DaumenhalterKoffer, Mundstück, 2 Birnen


2. Im Internet oder doch lieber in einem Fachgeschäft kaufen?

Für die Wahl der richtigen Klarinette ist es wichtig, das Instrument vorher auszuprobieren. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen bemerkt auch ein Laie schnell. Fühlen sich die Klappen gut an, ist die Tonansprache auf Anhieb gut und sind die gespielten Töne richtig gestimmt? Welche Klarinette zu einem passt, weiß man oft schon beim ersten Probespielen. Generell sind jedoch die Klarinetten der einzelnen Hersteller untereinander sehr ähnlich. So gibt es beispielsweise die „Schreiber-“ oder die „Adler-Klarinettisten“, für die nie ein anderer Hersteller infrage kommen würde. Kommt man mit seiner Leihklarinette vom Lehrer gut zurecht, ist die Wahl oft schon gefallen. Damit man sich jedoch auch beim Kauf im Internet sicher sein kann, ob die gewählte Klarinette den eigenen Ansprüchen gerecht wird, bieten viele Händler einen sogenannten Miet-Kauf an. Das Instrument wird so zuerst nur geliehen und kann bei Gefallen gekauft werden. Und auch in Sachen Service und Wartung stehen die Online-Händler den Fachgeschäften in nichts mehr nach. Die meisten Internetshops bieten genau wie ihre lokalen Mitbewerber einen kostenlosen Check und Einstellservice nach einem Jahr an. Auffällig ist zudem, dass die Klarinetten im Internet oft deutlich preiswerter angeboten werden als in Musikfachgeschäften.

eVendi Tipp
Bei einfachem Zubehör wie Klarinettenblättern, Wischern, Schrauben etc. handelt es sich meist um Standardprodukte, die ohnehin immer gleich sind. Daher macht es nur einen Kostenunterschied, ob man in einem Geschäft oder online bestellt – das Internet ist auch hier gewöhnlich die preisgünstigere Variante.

 
3. Aufgepasst bei eBay, Discountern und Co.

Natürlich ist es durchaus möglich eine Klarinette über Kleinanzeigen oder auf eBay zu kaufen und die Auswahl ist oft erstaunlich groß. Doch sollte es einem, gerade bei Privatverkäufen, bewusst sein, dass man ein gewisses Risiko eingeht. Die Kommunikation mit dem Verkäufer ist nur begrenzt möglich und auch Beschreibungen und Fotos entsprechen oft nicht dem Original. Zudem entfällt die kostenfreie Wartung.

Hin und wieder bieten auch Discounter Klarinetten zu Schnäppchenpreisen an. Eine gute Klarinette für 80 Euro? Das ist leider nur Wunschdenken. Die etwa in China und aus minderwertigem Material gefertigten Instrumente sind meist schief gestimmt, die Klappen schließen nicht dicht und auch Instrumentenwerkstätten können nicht viel machen, um die Tonqualität zu verbessern. Wer ernsthaft Klarinette spielen möchte, sollte daher dringend die Finger von solchen Angeboten lassen.

4. Untersuchung auf Mängel und Probleme

Egal, wo das neue Instrument gekauft wurde, ein anschließender Blick von einem Profi wie dem Klarinettenlehrer oder einem Klarinettisten aus dem Bekanntenkreis ist dringend zu empfehlen. Es ist wichtig, eventuelle Fehler früh aufzudecken, um eine mögliche Reklamation in Anspruch nehmen zu können. Die Klarinette sollte auf eventuelle Schäden überprüft werden, die Klappen müssen alle dicht schließen, die Tonhöhe muss richtig gestimmt sein und die Töne müssen leicht ansprechen. Auch kleine Fehler sollten korrigiert werden, da sie sich oft über die Jahre intensivieren und man sich sonst in der Zukunft über diese Nachlässigkeit ärgern würde.


Fazit

Eine Klarinette sollte man nicht mal eben so kaufen. Ein Instrument hält oft länger als 15 Jahre und wird so mehrere Tausend Stunden lang gespielt. Es lohnt sich also, über Anspruch, Preis und finanzielle Mittel nachzudenken sowie professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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eVendi.de Team | 10.11.2010 10:14
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