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Das Solid State Drive im Trend: SSDs als Ersatz oder Ergänzung für Festplatten?

Quelle: www.corsair.com

Das Solid State Drive (kurz SSD) steht zunehmend in Konkurrenz zur herkömmlichen Festplatte (auch HDD für Hard Disk Drive). Nachdem einige Kinderkrankheiten des neuen Massenspeichers überwunden sind und Windows 7 SSDs gezielt unterstützt, richtet sich das Angebot nun erstmals auch verstärkt an den Endverbraucher mit normalem Budget.

Wer kennt das nicht: Der Windows-Start dauert eine gefühlte halbe Ewigkeit, Anwendungen starten zäh. Schuld an diesen auf Dauer zeitraubenden Verzögerungen ist  - genügend Arbeitsspeicher vorausgesetzt - bei neueren PCs meist nicht die CPU oder gar die Grafikkarte, da Anwendungs- und Betriebssystemstarts die vorhandene Rechenleistung auch auf schwächeren Computern in der Regel nicht ausreizen.

Hier steht hingegen meist die Festplatte auf der Bremse. Denn beim Systemstart liest das Betriebssystem tausende von kleineren, auf der Festplatte verteilten Dateien nacheinander ein. Auf herkömmlichen Festplatten liegen diese Daten räumlich auf den sogenannten Plattern oder Magnetscheiben der HDD verteilt, was die mechanischen Schreib- und Leseköpfe zu häufigen, Performance fressenden Bewegungen über die Oberfläche der Platter zwingt. Hier kommt eine wesentliche Stärke der SSDs ins Spiel: Diese neuen Massenspeicher kommen ganz ohne bewegliche Teile aus und sind wie Speicherkarten für Kameras aus Flash-Speicherzellen aufgebaut, die vom Controller direkt angesprochen werden können. Mit dem Lesen verteilter Daten haben SSDs also systembedingt viel weniger Probleme als Festplatten, was sich in erheblich niedrigeren Zugriffszeiten niederschlägt. So liegen die mittleren Zugriffszeiten bei einer handelsüblichen HDD bei etwa 15 Millisekunden, bei SSDs aber meist im Bereich von 0,1 Millisekunden. Davon profitiert der Nutzer nicht nur beim Start des Betriebssystems sondern auch bei nahezu allen anderen Programmstarts.

Welche SSDs eignen sich am besten für Betriebssystem, Anwendungen und Spiele?

Das dürfte auch der Hintergrund dafür sein, dass Intel mit dem X25-V ein SSD für den kleinen Geldbeutel auf den Markt gebracht hat, das sich mit seiner Kapazität von 40 Gigabyte perfekt für die Aufnahme eines Betriebssystems wie Windows 7 und die am meisten genutzten Anwendungen eignet. Da Betriebssystem und Anwendungen in der Regel viel mehr lesen als schreiben, spielt die relativ niedrige Schreibrate hier keine Rolle. Wer hingegen schwerpunktmäßig beim Spielen die Performance seines Systems verbessern möchte, wird mit den 40 Gigabyte des Intel X25-V schnell an Grenzen stoßen. Hier bietet sich ein Solid State Drive wie das 128GB Kingston SSDNow V+ an, das sogar noch etwas schneller ist als das X25-V und vor allem mit seinen 128 Gigabyte Kapazität genug Platz für eine ganze Menge aktueller Spiele bietet. Hierzu sollte man wissen, dass ein modernes PC-Spiel gerne mal 6-15 Gigabyte Platz für sich beansprucht. Fällt die Wahl auf ein größeres SSD, bietet es sich an, dieses in mehrere Partitionen zu unterteilen und sowohl das Betriebssystem als auch die Spiele darauf unterzubringen.

Schneller zu Werke gehen herkömmliche Festplatten beim sogenannten sequentiellen Lesen, bei dem größere Einheiten räumlich zusammenhängender Daten gelesen werden. Die Schreib-Lese-Köpfe müssen dabei nicht ständig neu positioniert werden, was z.B. beim Kopieren größerer Multimedia-Dateien wie Filmen höhere Übertragungsraten ermöglicht. Doch auch auf diesem Gebiet sind SSDs mit typischen Übertragungsraten von über 200 Megabyte in der Sekunde den Festplatten mit typischen 100 Megabyte pro Sekunde inzwischen deutlich überlegen.

Solid State Drives sind auch für den mobilen Einsatz eine gute Wahl

Neben der deutlich höheren Geschwindigkeit haben SSDs noch weitere Vorteile: Sie sind äußerst stoßresistent, absolut lautlos und verbrauchen sehr wenig Strom. Für den Einsatz in Notebooks oder Netbooks sind SSDs daher ideal geeignet. Ist das SSD in ein externes Festplattengehäuses mit USB-Anschluss eingebaut, verfügt man über einen robusten Massenspeicher für unterwegs.

Von den gängigen Betriebssystemen unterstützt Windows 7 den Betrieb von Solid State Drives am besten. Zwar können SSDs unter jedem Betriebssystem als normaler Massenspeicher erkannt und wie Festplatten angesprochen werden. Aber nur Windows 7 erkennt ein SSD (an der übermittelten Rotationsgeschwindigkeit von 0) auch als solches und unterdrückt unter anderem die automatische Defragmentierung, die bei einem SSD keine Vorteile sondern nur den Nachteil vorzeitigen Verschleißes mit sich bringt. Außerdem unterstützt nur Windows 7 den sogenannten TRIM-Befehl, der verhindert, dass die Schreibperformance eines SSD mit der Zeit nachlässt. Dazu löscht diese Funktion in Leerlaufphasen die vom Dateisystem freigegebenen Zellen und bereitet sie so für die sofortige Aufnahme neuer Daten vor. Das ist notwendig, da SSDs die Speicherzellen nicht einfach überschreiben können. Auf älteren Betriebssystemen kann diese Funktion oft durch eine Software nachgerüstet werden.

Für den Abschied von der Festplatte ist es noch zu früh. Der Anwendungsbereich entscheidet

Dennoch werden die herkömmlichen Festplatten auch auf mittlere Sicht ihre Existenzberechtigung nicht verlieren. Für den Einsatz als günstiger Massenspeicher z.B. für Platz raubende Multimedia-Dateien oder seltener benötigte Daten bleibt die Festplatte sicher noch auf Jahre hinaus eine günstige Alternative. So liegt der Preis pro Gigabyte Kapazität bei SSDs noch um ein Vielfaches höher als bei Festplatten, und insbesondere SSDs mit hohen Kapazitäten, z.B. das 1-Terabyte-Modell OCZ Colossus Cascade (siehe Abbildung), können heute noch Preise von mehreren Tausend Euro erreichen.

OCZ Colossus Cascade

 

eVendi Tipp
Ist Ihr Betriebssystem und viele Anwendungen trotz ausreichendem Arbeitsspeicher ziemlich lahm oder laden Spiele zu langsam, ist der Kauf eines SSD zurzeit das Mittel der Wahl. Das gilt besonders, wenn Windows 7 eingesetzt wird.

Fazit
Vom Geschwindigkeitsschub durch ein neues SSD profitieren Betriebssysteme und Spiele am meisten, weil hier wenig sequentiell und mehr verteilt gelesen werden muss. Das Aha-Erlebnis, wenn der Desktop beim Booten schon eine Sekunde nach dem Windows-Symbol erscheint,  Anwendungen praktisch verzögerungsfrei starten und Levels in Spielen blitzschnell geladen werden, ist dem Erstkäufer eines SSD sicher.

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eVendi.de Team | 06.05.2010 10:14
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