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Weiter Streit um langsamen Breitbandausbaus auf dem Land

Quelle: © xiaoliangge - Fotolia.com

Aktuell steht Deutschland im europäischen Ranking auf Platz 5: 85% der deutschen Haushalte verfügen über eine Anbindung ans Breitbandnetz. Der EU-Durchschnitt liegt bei 76%. Dennoch beklagen Verbände unabhängiger Breitbandanbieter, dass vor allem in ländlichen Gegenden, die Telekom den Ausbau behindern würde. Die EWE Tochter EWE Tel hat nun ein Regulierungsverfahren bei der Bundesnetzagentur eingeleitet, in dem am Freitag die erste Anhörung stattfand.

Die Wettbewerberverbände BREKO und VATM beklagen, dass die Telekom sich eine veraltete Verfügung der Bundesnetzagentur zu eigen mache, der zufolge sie den Ausbau in einem Gebiet blockieren könne, wenn dort die Hälfte der Bürger mit 1 MBit/s versorgt seien. So sei es laut dem Sprecher der VATM eine Farce, dass die Politik einen flächendeckenden Ausbau auf 50 MBit/s fordere, und die Telekom ihren Wettbewerbern bereits den Ausbau mit 1 MBit/s erschwere.

Für einen Ausbau auf mehr als 1 MBit/s müsse die Telekom neue Schaltverteiler mit Glasfaseranbindung in Kundennähe einrichten – ein Bau, den die Wettbewerber bezahlen wollen, den die Telekom aber angeblich verweigere.

Die Telekom erklärte hingegen auf ihrem Firmenblog, dass sie bereits über den Regelausbau hinaus Anschlüsse verbauen würde und dabei auch kleinere Orte wie zuletzt das 560 Einwohnerdorf Maria Thalheim in Bayern berücksichtige. Im Gespräch mit Golem.de erklärte die Telekom außerdem, dass weitere Schaltverteiler den Ausbau eher verhindern würden. Die Telekom möchte die dahinterliegenden Kabelverzweiger (die letzten Schaltstationen vor der sogenannten „letzten Meile“ ins Empfängerhaus) viel lieber mit ihrer Vectoring Technologie erschließen, die mit wenig Aufwand bis zu 100 MBit/s ermögliche. Nach eigenen Angaben plant die Telekom hier Ausgaben von sechs Milliarden Euro in den kommenden vier Jahren, um Glasfaser bis zu den Kabelverzweigern zu legen. Diese Aufrüstung würde durch die Schaltverteiler allerdings verhindert.

Zur Kategorie: Netzwerk & Kommunikation

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Marco Mewes | 11.06.2014 10:38
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