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Software "Magic": Geplante Obsolezenz verkürzt Lebensdauer von Computern drastisch

Das Forscherteam um Professor Ramesh Karri von der der New York University hat eine Software entwickelt, welche Mikroprozessoren nicht nur weniger effizient macht, sondern sie so schnell altern lässt. Dadurch, dass die zerstörerische Software die CPU gezielt unter Dauerbelastung setzt und die Ruhephasen verhindert, werden die Schaltkreise in kürzester Zeit zerstört.

Nutzer bemerken nur, dass ihr Computer merklich langsamer wird. Da es sich bei diesem Effekt jedoch um einen normaler Vorgang handelt, der auch ohne die Software auftritt, vermutet der Nutzer nicht, dass in seinem System eine Schad-Software installiert ist.

"Mit unserer Software namens Magic (Malicious Ageing in Circuits/Cores) konnten wir einen handelsüblichen Prozessor innerhalb eines Monats an die Grenze seines Lebens bringen", sagt Arun Karthik Kanuparthi, Zweitautor der Studie. "Normalerweise erholen sich Transistoren von belastenden Inputs. Mit unserer Software haben wir diese Erholungsphase aber verhindert."

Moderne Prozessoren haben Leiterbahnen in Nanometergröße, die zwischen den Arbeitsphasen Ruhezeiten benötigen. Im normalen Arbeitseinsatz bekommen sie problemlos genug davon, selbst bei hardwarefordernden Vorgängen. Die durch die Software verursachte Dauerüberlastung führt zu einem rasanten 'vergreisen' der Schaltkreise.

Bei normaler Nutzung führt der NBTI-Effekt erst nach vielen Jahren dazu, dass ein Prozessor unbrauchbar wird. Eine Magic-Attacke dagegen manipuliert den Input des Prozessors derart, dass jeder Arbeitsschritt den NBTI-Effekt verstärkt. So konnten die Forscher bei ihrer Testattacke die Leistungsfähigkeit eines OpenSPARC-Prozessors in nur einem Monat um rund elf Prozent senken und damit an den Rand des Zusammenbruchs bringen.

"Magic" ist für Hersteller, Kunden und Miltär interessant

Hersteller könnten kurz vor Einführung der neuen Gerätegeneration per Softwareupdate die Leistungsfähigkeit älterer Geräte mindern, um einen Kaufanreiz beim Kunden zu schaffen.

Und Kunden wiederum könnten ihre Geräte innerhalb der Garantiezeit mit der Software zersstören und vom Hesreller ein Ersatzgerät verlangen.

"Als drittes Szenario kann man sich staatlich gesponserte Hintertüren vorstellen. Die würden es erlauben, sensible Hardware, zum Beispiel militärisches Gerät, das an andere Staaten verkauft wurde, zu zerstören, sollte der Staat aus der diplomatischen Reihe tanzen", sagt Kanuparthi. "Belege für solche Attacken gibt es allerdings bisher nicht, nur Vermutungen."

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shopwelt.de - Team | 26.10.2015
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