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Nokia Here: Deutsche Autobauer kaufen Kartendienst für 2,5 Milliarden Euro

Jetzt ist es amtlich: Die Kartellbehörden haben dem Verkauf des Kartendienstes 'Nokia Here' von Nokia an die Audi AG, die BMW Group sowie die Daimler AG zu gleichen Teilen zugestimmt. Für 2,5 Milliarden Euro wechselt der Karatendienst Here nun den Besitzer.

Es ist eine beispiellose Kooperation für die drei rivalisierenden Premium-Automobil-Hersteller. Der Dienst war von Nokia speziell auf hochpräzise Straßenkarten für autonom fahrende Autos ausgerichtet worden und entwickelte auch eine Plattform für die Unterhaltungsanlagen in Fahrzeugen aller Klassen.

In der Autobranche ist die Digitalisierung ein großes Zukunftsthema. Autonom fahrende Fahrzeuge brauchen sehr präzise Straßenkarten, um den Verkehr zu meistern. Here werde eine „Schlüsselrolle bei der digitalen Revolution der Mobilität“ spielen, erklärt BMW-Chef Harald Krüger. Daimler-Chef Dieter Zetsche bezeichnet hochpräzise digitale Karten als einen entscheidenden Baustein für die Mobilität der Zukunft.

Die Autohersteller befürchten einen zu großen Einfluss von Apple und Google bei der Vernetzung ihrer Fahrzeuge. Beide bieten Plattformen zur besseren Integration von Smartphones im Auto an, die das Display der Unterhaltungsanlage weitgehend übernehmen. Teil von Apples CarPlay und der Plattform Android Auto für Telefone mit dem Google-Betriebssystem sind auch die jeweiligen Kartendienste der beiden amerikanischen Technologieriesen.

Nokia tritt seinen Kartendienst ab, um sich auf das Kerngeschäft als Ausrüster von Telekom-Netzwerken zu konzentrieren und den Konkurrenten Alcatel-Lucent zu kaufen. Der 15,6 Milliarden Dollar schwere Deal soll Nokia Networks zur Nummer eins in dem Geschäft machen und vor der Konkurrenz aufstrebende chinesischer Rivalen abschirmen.

Laut Medienberichten hatte sich Nokia einen höheren Preis erhofft. Zunächst soll es auch viele Interessenten gegeben haben, von chinesischen Online-Konzernen bis hin zum umstrittenen Fahrdienst-Vermittler Uber, der selbst an selbstfahrenden Fahrzeugen forscht. Am Ende blieben jedoch nur die deutschen Autobauer im Rennen.

Der Kauf habe auch aus industriepolitischer Sicht eine enorme Bedeutung, betonte Wirtschafts-Staatssekretär Matthias Machnig. „Die automobile Wertschöpfungskette wird insgesamt in Deutschland weiter gestärkt. Wichtig ist, dass eine offene Plattform entsteht, die für weitere Hersteller aus Europa offen ist.“

'Nokia Here' sitzt massgeblich in Berlin und beschäftigt derzeit (Stand: Juni 2015) rund 6.450 Mitarbeiter. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz der Nokia-Sparte um ein Viertel auf 551 Millionen US-Dollar und der operative Gewinn betrug 28 Millionen US-Dollar.

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shopwelt.de - Team | 08.12.2015
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