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Mögliche Mietrückzahlung bei falscher Wohnungsgröße

Quelle: © andrea lehmkuhl - Fotolia.com

Nachmessen kann sich lohnen! Denn wenn die Wohnfläche über zehn Prozent kleiner ist als im Mietvertrag angegeben, kann die Miete gesenkt werden – um ein Prozent für jeden Prozent, den die Wohnung von der angegebenen Größe abweicht.

Die 10-Prozent-Regel besteht seit dem Jahr 2004 und soll verhindern, dass es zu Rechtsstreitigkeiten wegen jeder kleinen Abweichung kommt.
Dabei kann auch nach Jahren noch zu viel gezahlte Miete zurückverlangt werden. Wie die Stiftung Warentest berichtet, hatte ein Mieter von 2005 bis 2009 in einer Doppelhaushälfte mit angeblich 185 Quadratmetern gelebt. Erst drei Jahre nach seinem Auszug erfuhr er, dass die Wohnung lediglich 158 Quadratmeter groß war. Damit hatte er monatlich fast 300 Euro zu viel Miete gezahlt.
Das Landgericht München I hatte die Argumentation des Vermieters, der Vorfall sei verjährt, zurückgewiesen. Die Frist betrage zwar drei Jahre. Allerdings hatte der Vermieter als Beginn der Frist den Einzug im Jahr 2005 angegeben – immerhin hätte der Mieter ja nachmessen können.
Das Gericht sah aber den Zeitpunkt der Kenntnisnahme als Beginn der Laufzeit für eine Verjährung an. Da der Mieter erst 2012 von der zu viel gezahlten Mieter erfahren habe, hätte er bis 2015 Zeit gehabt, die zu viel gezahlte Miete zurückzufordern. Eine Verpflichtung zum Nachmessen der Wohnfläche bei Einzug sieht das Gericht nicht.
Allerdings sehen Gerichte genau diesen Punkt der Verjährungsfrist unterschiedlich, so dass ein einheitliches Urteil des Bundesgerichtshofs noch aussteht. Bis dahin sollten Mieter, um auf der sicheren Seite zu stehen, ihre Wohnung frühzeitig nachmessen oder nachmessen lassen. Das Gutachten eines Architekten oder Bauingenieurs kostet einige hundert Euro. Weitere Tipps, auch was alles zur Wohnfläche gehört, gibt die Stiftung Warentest in einem Special.

Ein Hinweis kann auch in der Betriebskostenabrechnung oder einem Schreiben zur Mieterhöhung stehen – steht dort eine andere, kleinere Wohnungsfläche als im Mietvertrag, sollte man die Miete reduzieren lassen.

Einige Vermieter wissen sich mittlerweile gegen das Problem zu schützen. So enthalten ihre Mietverträge eine Klausel zur Wohnflächenangabe, in der mögliche Messfehler eingeräumt werden, so dass die im Vertrag stehende Wohnungsgröße keine „Festlegung des Mietgegenstandes darstellt“. Laut Bundesgerichtshof sind diese Vertragsklauseln gültig, wodurch eine Mietminderung wegen Flächenabweichung eher unwahrscheinlich wird.

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Marco Mewes | 20.08.2014 09:53
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