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Medienkonzerne verklagen Adblock Plus Anbieter

Quelle: Eyeo

Dass sich die Onlinemedien und die Branche der Adblocker-Anbieter auf die Füße treten, liegt in der Natur der Sache. Den Medien brechen die Werbeeinnahmen weg, die Adblocker befriedigen hingegen das Bedürfnis vieler Nutzer nach „ungestörtem“ Surfen ohne blinkende, tönende oder den Bildschirm überlagernde Werbung. Nun könnte der Streit erstmals den Weg vor Gericht finden.

Adblocker sind Browsererweiterungen, die beim Surfen im Netz aufploppende Werbung verhindern. Das Programm trifft vor allem die Betreiber von Seiten, die Onlineinhalte erstellen und von der ausgespielten Werbung leben müssen.
Dabei besitzen Adblocker in der Regel weitreichende Einstellungsmöglichkeiten, um etwa bestimmte Seiten oder Werbeformen von der Blockierung zu befreien.

Letzteres könnte nun ein juristischer Ansatzpunkt für die ansonsten machtlose Medienindustrie sein. Denn während man gegen die Einstellungen der Nutzer nichts unternehmen kann, haben sich nun laut eines Berichts von HORIZONT.NET einige Vermarkter zusammengeschlossen und Klage gegen Eyeo eingereicht. Diese stehen hinter dem Anbieter des Adblockers „Adblock Plus“.

Adblock Plus bietet wie alle Adblocker die Möglichkeit, Filter zu erstellen, welche Seiten oder Werbungen nicht unterdrückt werden sollen (eine sogenannte Whitelist), erweitert diese aber um eine eigene Whitelist mit „Akzeptabler Werbung“.
Damit eine Werbung auf die Liste „Akzeptabler Werbung“ kommt, muss sie bestimmte Kriterien erfüllen – sie darf zum Beispiel keine Inhalte überdecken oder anderweitig ablenkend sein. Der Platz auf der Whitelist muss darüber hinaus bei Adblock Plus beantragt werden.
Und dafür sollen, so sehen es zwei Vermarkter für Onlinewerbung, von einigen Unternehmen Zahlungen fällig werden, die stellenweise in den zweistelligen Millionenbetrag gehen sollen.
Das stelle aber nach Ansicht der Vermarkter einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht dar, gegen den sie nun juristisch vorgehen wollten. Die Vermarkter selbst äußern sich wegen des „laufenden Verfahrens“ nicht weiter. Die Betreiber von Adblock Plus erklären, ihnen liege bislang keine Klage vor.

Weitere Verlage lassen aktuell eine Klage gegen Adblock Plus ebenfalls prüfen. Die Adblocker verstehen sich allerdings nicht als „Werbeverhinderer“. Stattdessen ginge es ihnen um eine langfristige Lösung zu besserer Online-Werbung.

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Thema: Adblocker
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Marco Mewes | 04.07.2014 11:37
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